Schlangen an der Supermarktkasse

Wie oft erleben wir das, wir sind im Supermarkt, haben unseren Einkauf zusammen und jetzt dürfen wir an der Kasse warten. Der Barcode ist nicht zu scannen und für diesen Artikel steht kein Preis am Regal, die Oma kramt im Geldbeutel nach Cent-Stücken, die Geldkarte ist nicht lesbar, die Schlange wird länger und länger. Über wen ärgern wir uns, wen verfluchen wir innerlich? Den Kassierer, die Kassiererin? Die Kundin, den Kunden? Wahrscheinlich - aber zu Unrecht.

Wenn die Schlange zu lang ist, mehr als fünf Personen anstehen, dann liegt das in der Verantwortung der Marktleitung. Die Verantwortlichen öffnen zu wenige Kassen oder haben zu wenige Kassen oder kein Personal dafür.

Deshalb, wenn wir selbst dran sind und alles kommt zum Stillstand, machen wir uns keine Gedanken, zahlen wir in aller Ruhe und verweisen wir bei Meckereien an den Marktleiter und fügen unbedingt dazu, dass es genug Stellensuchende gibt, die gerne an der Supermarktkasse arbeiten würden.

Und wenn der Meckernde (meist sind es Männer) erwähnt, dass man mit Karte zahlen könnte, dann weisen Sie ihn darauf hin, dass das Durchlesen des Kleingedruckten auf dem Bon vor der Unterschrift noch viel länger dauert. Schließlich könnte man sonst versehentlich unterschreiben, dass man ein Abo der Kundenzeitschrift mit abschließt oder sonst irgendeinen Blödsinn. Sie werden beobachten können, das anschließend alle Kartenzahlungen deutlich länger dauern und manche Kunden zum ersten Mal den Text auf den Lastschriftbons durchlesen.


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