Autorenkritikerkritik

Wenn der Autor, der den Kritiker kritisiert vom Autorenkritikkritiker kritisiert wird, dann wird es Zeit, dass ich eine Kritik der Autorenkritikkritiker schreibe und damit ein Autorenkritikkritikerkritik liefere.

Und warum? Als Aufruf der Toleranz und der Duldung und der Demut vor dem Allzumenschlichen und Unvermeidbaren. Denn hier zeigt sich die Vielfalt der Menschen. Warum soll es keine Autoren geben, die auf Kritik wie Trolle reagieren? Autoren sind per se keine besseren oder schlechteren Menschen. Sie haben mit der gleichen Wahrscheinlichkeit wie jeder andere auch psychische und andere persönliche Probleme.

Manche haben auch eine zu egozentrische oder megalomanische Weltsicht um zu erkennen, dass 80% der Menschen ihr Werk gar nicht lesen können, weil es nicht in die entsprechende Sprache übersetzt wird. Die restlichen 20% sind ebenfalls so vielschichtig, dass die Interessen und Lesepräferenzen nur von einer kleinen Zahl Autoren bedient wird. Kritiker und Rezensenten sind die Trüffelschweine der Leser, sie suchen, graben, schnuppern und entscheiden nach persönlichem Geschmack und individueller Einschätzung. Decken sich diese mit der des Lesers wird sich dieser an den entsprechenden Empfehlungen orientieren, wenn dem nicht so ist wird er anderen Besprechungen den Vorzug geben.

Autoren müssen froh sein, wenn Leser einen passenden Rezensenten oder Kritiker finden und damit Buchempfehlungen, die passen und zur Lesefreude führen. Andernfalls würde der Lesespaß an sich gefährdet werden und das würde dem Buchmarkt insgesamt schaden. Damit muss es zu jedem Buch auch immer abwertende Besprechungen geben, die ungeeignete Leser vom Konsum abhält. Gerade in der phantastischen Literatur gibt es vielfältige Stile und Sujets, die nicht für jeden Leserkreis geeignet sind und eine negative Einstufung bedeutet dann immer, dass das Werk für den vom Rezensenten angesprochenen Leserkreis ebenfalls nicht geschätzt würde. Das verhindert Enttäuschungen und dass die Leserschaft beim nächsten Mal ihr Geld lieber für ein Essen oder einen Saunabesuch ausgibt um Entspannung zu suchen.



Siehe hierzu auch: Bericht über John Asht auf fandomobserver.de

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