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Deftige Tomatensauce - selbst eingemacht

2013er Abfüllung mit Tomaten aus dem eigenen Garten und schärferem ganz frischem Knoblauch

Dies ist ein Rezept für Ofentomaten mit Haltbarmachung in Schraubdeckelgläsern zur Aufbewahrung als Konserve. Nach eigener Erfahrung sind nach 8 Monaten noch keine Aromaeinbußen festzustellen. (Update Mai 2013)

2 Backbleche mit Backpapier ausgelegt und 8 Schraubdeckel-Gläser 400 ml bereitstellen.

2 kg Tomaten vom Strauch, vollreif und ich mische gelbe und rote Roma mit roten Fleischtomaten,
1 Knolle Knoblauch, geschält und in Messerrücken-dicke Scheiben geschnitten,
1 Bund Thymian (10-12 Zweige), abgestreift, nicht gehackt,
Olivenöl,
3 El Salz,
1 Tl Pfeffer,
Mascobado-Zucker,
1 Bund frischer Majoran, davon die abgezupfte Blätter.

Ofen auf 250 Grad vorheizen, eventuell mit Unterstützung des Grills, falls nötig wenn der Ofen Probleme hat die Temperatur zu bringen. Alle Tomaten halbieren.

verschiedenfarbige Tomaten erhöhen die optische Attraktivität der Sauce, wenn man die andersfarbigen Tomaten in einzelnen großen Stücke beimengt

Die halbierten Tomaten werden mit der Schnittfläche in Mascobado-Zucker getunkt, dann mit der gezuckerten Schnittfläche auf das Backblech (Backpapier!) gelegt. Ein Kilogramm Tomaten ergibt ein Blech.

Den Ofen vorheizen und dann die Bleche einzeln in die obere Position schieben. In der Zeit, in der das erste Blech gart, kann man das zweite Blech bzw. Kilo Tomaten vorbereiten. Nach 7 bis 10 Minuten sollten sich kleine dunkle Stellen auf den Tomaten bilden und die Haut Blasen werfen. Dann nimmt man das Blech heraus und schiebt das andere hinein.

An den gegrillten Tomaten mit Gabel und spitzem Messer die Haut abziehen und sammeln. 

Backpapier vorsichtig unter den Tomaten hervor aus dem Blech ziehen und Saftreste am Papier ins Blech zurücktropfen lassen, eventuell abstreifen. Knoblauch, Thymian, Salz und Pfeffer zusammen mit zwei Esslöffel Olivenöl über den Tomaten verteilen, Tomaten mit der Gabel grob zerdrücken. 

Jetzt sollte das zweite Blech fertig sein, Grill aus, Temperatur auf 140 Grad Umluft reduzieren und 5 Minuten warten um dem Ofen Zeit für die Anpassung zu geben. Das erste Blech mit den zerdrückten Tomaten in die mittlere Position im Ofen schieben, dann mit dem zweiten Bleich die beschriebene Prozedur wiederholen.

Nach 20 Minuten im Ofen bei 140 Grad das Blech herausnehmen. Das zweite Blech kann nach dem Abziehen, Zerdrücken und Würzen parallel ebenfalls 20 Minuten in der oberen Position garen, wenn man schneller im Abziehen, Würzen und Zerdrücken ist. Deshalb Umluft, ohne Umluft muss man jedes Blech separat garen. Ich habe inzwischen mehrere digitale Küchenwecker mit Magnet am Kühlschrank hängen um solche parallelen Aktionen im Griff zu behalten. Früher habe ich gerechnet und ab und zu endete das im Desaster und kohleähnlichen Ergebnissen.

Nach den 20 Minuten ist die Sauce grundsätzlich fertig um sie über frisch gekochte Pasta zu geben und zu servieren. Ich nehme das Tomaten-Saucen-Einmachen immer zum Anlass Spaghetti zu kochen und die erste Portion frisch zu genießen.

2012er Abfüllung mit mildem (wahrscheinlich älterem) Knoblauch

Für die Aufbewahrung in den Gläsern sind ein paar zusätzliche Schritte notwendig.

Die gesammelte Tomatenhaut im Zerkleinerer pürieren und in einen Topf geben, das verstärkt die Farbe der Sauce und sie bleibt dunkel aufbewahrt auch noch nach Monaten appetitlich rot.

Für die Konservierung kommen die gewürzten Tomaten vom Blech in den Topf mit der pürierten Haut, die Majoranblätter kommen dazu und erst wenn auch das zweite Blech dabei ist wird kurz auf hoher Stufe erhitzt bis zum ersten Köcheln, dann sofort vom Herd nehmen, in Gläser füllen, diese verschließen und für 5 Minuten auf den Kopf stellen um mit der Hitze den Deckel zu sterilisieren. Mindestens 3 Monate haltbar. Wenn man hygienisch arbeitet und die Schraubdeckel vorher in Alkohol einlegt (über 70%, kein Rum, kein Brennspiritus!), dann sollte die Sauce sogar länger halten.

Nach und nach wird die leckere Sauce als hauseigenes Convenience-Produkt verzehrt, schnelle Küche dank einer Vorarbeit, die Monate zurück liegt

Update (Mitte Februar 2013, 5 Monate): Schmeckt immer noch lecker und dunkel gelagert ist die Farbe wie am ersten Tag. Ein Glas habe ich in den Kühlschrank gestellt und werde es nach 12 Monaten testen.

Update (Anfang September 2013): Mit dem gleichen Rezept auch diese Jahr wieder einige Gläser gefüllt.


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