Chronisch verschnupft - MOTT im Wasser?


MOTT, aus dem Englischen "Mycobacteria Other Than Tuberculosis", steht für die Gruppe von krankheitserregenden Mykobakterien unter Ausschluss der Tuberkulose und der Lepra. Diese atypischen Mykobakterien sind lange Zeit nicht besonders in Erscheinung getreten und waren nur für Menschen mit geschwächtem Immunsystem (AIDS, Alter, Vorerkrankungen) eine Gefahr. Typische Erkrankungen äußern sich als Lungen- und Hautinfektionen und Schwellungen der Lymphknoten. 

In den USA hat das Center of Desease Control (CDC) eine langjährige Studie publiziert, die eine zusätzliche Erkrankung ausmacht und eine weitere Verbreitung annehmen lässt, die chronische Nasennebenhöhlen-Entzündung (CRS).

Ausgangspunkt war eine steigende Zahl von Patienten mit CRS, die trotz ausgiebiger Behandlung immer neue Krankheitsschübe erlitten. Die Forscher gingen deshalb von einer potentiellen Reinfektionsquelle im Haushalt aus. Bei einem Patienten, der seit mehr als 20 Jahren an CRS leidet, wurden Mycobacterium chelonae, Staphylococcus aureus, und Pseudomonas aeruginosa gefunden. Bei anderen Patienten fand man  M. abscessus-chelonaecomplex und M. franklinii. Da diese Mykobakterien resistent gegen Antibiotika und viele Wasserbehandlungstechniken sind, findet man sie nicht nur in Fließgewässern und Quellwasser, sondern auch im aufbereiteten Trinkwasser. 

Fazit: Wer ein Problem mit chronischer Nasennebenhöhlen-Entzündung hat, sollte insbesondere sein Warmwasser untersuchen lassen und beim Duschen einen Atemschutz tragen und kein Leitungswasser für die Nasendusche verwenden.

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