Direkt zum Hauptbereich

Gefüllte Champignons mit Kartoffelstampf


Große braune Champignons trocken abbürsten, Stiel entfernen und trockenes Ende abschneiden, den frischen Teil des Stiels kleinschneiden. Lamellen vorsichtig ausschaben. Pro Person rechne ich je nach Größe mit 3 bis 5 Köpfen. Zum Ausschaben verwende ich einen gezahnten Grapefruit-Löffel.

Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

1 Tasse Kartoffeln pro Person schälen, in daumendicke Würfel schneiden und mit einem Drittel Teil Wasser und einer Prise Salz je Poriton 30 Minuten im geschlossenen Topf kochen, mehlig kochende kürzer, fest kochende länger. Die Kartoffeln dürfen noch nicht zerfallen. Zwischendurch kontrollieren und bei Bedarf wenig Wasser nachfüllen, damit die Kartoffeln nicht anbrennen. Wenn die Kartoffeln durch aber noch fest sind, mit dem Kartoffelstampfer oder einer Gabel die Kartoffeln zerdrücken. Ein paar feste Teile sollen noch übrig sein, es wird ja ein Stampf, kein Püree, deshalb auch keine Kartoffelpresse oder Pürierstab verwenden. Ein paar Klumpen sollen noch drin sein. Ist der Stampf zu fest kann man mit etwas Sahne oder ersatzweise Olivenöl und Wasser vorsichtig verfeinern und den Stampf cremiger machen.

Während die Kartoffeln kochen kann man die Pilze zubereiten.

Pro Portion 50 g Bacon-Würfel, klein geschnittene Pilz-Stile und ein Ei zusammen mit 50 g Frischkäse oder mildem Feta vermengen, eine MSp. Salz und reichlich Pfeffer aus der Mühle, etwas Galgant-Pulver (oder ganz wenig geriebenen Ingwer) und gestoßenen Koriander gut unterrühren. Die Köpfe damit füllen und in hitzefester Keramikform, die mit einem EL Olivenöl ausgerieben wurde, setzen. Ca. 20 Minuten im Ofen backen, Majoranzweige zur Dekoration auflegen, dann nochmal backen und Bräunungsgrad (siehe Foto) im 5-Minuten-Abstand kontrollieren, sollte nach 25 bis 30 fertig sein. Bei sehr frischen und wässrigeren Pilzen, aus Wildsammlung nach Regen, kann es auch länger dauern, in diesem Fall die Kräuter später auflegen.

Passt im Herbst hervorragend zu neuem Wein und man kann auch eingelegte Maronen mitgaren. Als Begleitung eignen sich Feldsalat oder auch Rosenkohl.



Beliebte Posts aus diesem Blog

Bleigießen - Orakel und Symboldeutung

Das Bleigießen ist ein jahrtausendealtes Ritual zum Wahrsagen. Es sollte Warnungen und Hilfen geben in Zeiten des Wandels. Wurde es bis zum ersten Weltkrieg gerne vor Verlobungen, vor der Emigration oder anderen Lebensentscheidungen benutzt, so ist es heute hauptsächlich ein Partyspaß an Silvester, um einen Blick aufs kommende Jahr zu werfen.

Bis ins 19. Jahrhundert war es ein billiges Wahrsageritual, gegen das die christliche Kirche keine großen Vorbehalte hatte. Das Bleigießen war preiswert, das benötigte Material fand sich früher in jedem Haushalt. Heute würde man kein Blei mehr im Haus finden und auch die fertigen Sets zum Bleigießen enthalten kein Blei mehr. Es sind meist unbedenklichere und trotzdem leicht schmelzbare Metalle wie Zinn-Legierungen.
Was brauchst Du dafür?
"Bleifiguren" - aus Gesundheitsgründen bestehen sie heute aus Zinnlegierungen
(deshalb, kein richtiges Blei verwenden, falls man noch Abfallstücke herumliegen hat - giftig!)hitzebeständiger Metall-Löffel,…

Schmand-Borschtsch vom Schwarzen Meer

Schmand-Borschtsch war das erste typische Schwarz-Meer-Rezept, das ich bei meiner Frau und ihrer Verwandschaft kennen lernte. Ein Gericht, das die Küchen Rumäniens, Russlands und der schwäbischen Herkunft der Siedler vereinte.

Aber der Borschtsch wäre nicht mehr das, was es früher einmal gewesen wäre, klagten die älteren Familienmitglieder. Das Fleisch wäre nicht mehr so, man bekäme nicht mehr die gleichen Knochen und die Rinder würden zu jung geschlachtet. Die Unterschiede und was man vermisst wurden genau beschrieben. Für mich war das der Anlass nach den Ursachen zu suchen und ein angepasstes Rezept zu entwickeln.
Der Tipp mit dem Schlachtalter und den Knochen war ein erster wesentlicher Schritt. Wurde historisch die Hochrippe mit Fleisch und Knochen verwendet, die beim älteren Rind eine ganz andere Struktur und Faserigkeit zeigt, so findet sich ein vergleichbares Fleisch heute bei Rindfleisch mit 12-20 Monaten Schlachtalter eher in der Wade. Selbst Freilandtiere aus Bio-Haltung ha…

Gemüsetopf mit Apfel und Berberitzen

Zutaten für 2 Personen: je 200 g Hokkaido-Kürbis, Kohlrabi, Pastinaken, Süßkartoffeln, Äpfel alles geputzt bzw. geschält und gewürfelt bis auf den Apfel, Saft von einer Zitrone, 1 El Bratöl Olive, 2 El Gänse- oder Entenschmalz (oder nur Olivenöl), 1 El Petersilie oder Speisechrysanthemen-Blätter, 1 El Bio-Berberitzen-Beeren,  je 1 Msp Macis-, Kumin-, Sumach- und Zimt-Pulver, 1/2 Tl Majoran, Salz, 1 El Schnittlauch-Röllchen zur Dekoration.
Den Ofen auf 90 bis 100 °C vorheizen, Keramikform anwärmen. Schmiedepfanne mit 1 El Olivenöl erhitzen. Das Gemüse kann man auch etappenweise vorbereiten während eine andere Sorte brät. Die einzelnen Gemüsesorten jeweils 4-5 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten. Das aufeinanderfolgende Anbraten und anschließende Nachgaren im Backofen berücksichtigt die unterschiedlichen Garzeiten dieser Gemüsearten.
Zuerst die Kohlrabi-Würfel auf 2/3 Hitze anbraten, in die Warmhalteform geben und im Ofen nachgaren lassen. Hitze steigern und die Würfel vom Hok…