Direkt zum Hauptbereich

Lachs, Salzkartoffeln, Gurkensalat


Für 2 Personen: 2 Lachsfilets (je 150-200 g), Salz, weißer Pfeffer, 1 Tl Mehl, 5 El hoch erhitzbares Öl, 2 Landgurken (oder 1 große Salatgurke), 2 Tl körniger mittelscharfer Senf, 1 El weißer Kräuteressig, 3 El Distelöl (oder Rapsöl), 1 Tl Dill, 2 Msp Salz, 2-3 Drehungen mit der Pfeffermühle, 6 kleine Kartoffeln, 1 Tl Salz, 1 El Butter, 1 El gehackte Petersilie.

Die Kartoffeln mit einer Tasse Wasser und dem Tl Salz zum Kochen bringen, auf mittlerer Hitze 20 Minuten garen, bissfest - mit einem Messer auf Gargrad prüfen, im Inneren sollte kein fester Widerstand spürbar sein. Das heiße Wasser abgießen, die Kartoffeln mit Butter und Petersilie durch die Restwärme des Topfes warmhalten, Deckel drauf, die Herdplatte kann man abschalten.

Vorher, während die Kartoffeln noch kochen, kann der Salat komplett zubereitet und fertig angemacht bis zum Servieren aufbewahrt werden. Dieser Salat hält sich angemacht 2-3 Stunden und ist damit auch Grillparty-tauglich.

Senf und Essig zusammenrühren, Distelöl langsam unterheben, es sollte dabei schnell emulgieren - falls nicht muss man mit anderen Senfsorten experimentieren, Wikinger-Senf von Zwergenwiese hat eine interessante Schärfe und emulgiert gut - danach in die cremige Sauce Salz, Pfeffer und Dill einrühren. Kurz stehen lassen während man die Gurken schält und längs achtelt, sie dann quer in kleine Dreiecke schneidet, nicht zu dünne Schnitze (siehe Foto). Zur Sauce geben, beiseite stellen und ziehen lassen.

Die Lachsfilets beidseitig schwach salzen und pfeffern. Ich verwende meist gefrorene Filets, die gefaltet sind und lasse sie absichtlich gefaltet um ein Stück einheitlicher Dicke zu haben, das gleichmäßiger gart.

Mit Zitronenpfeffer oder ein paar Zitronenzesten kann man dem Fisch noch eine sommerlicheres Aroma verpassen. Eine leichte Zitronen-Note, die nicht dominant den Eigengeschmack von Fisch und anderen Beilagen übertönt. Bei diesem Rezept verzichte ich deshalb bewusst auf Zitrone oder Säuerung. Deshalb lieber ein gefrorenes Filet kaufen, als einen nicht mehr so frischen "Frischfisch" von der Theke.

Die Lachsfilets werden mit dem Tl Mehl mehliert und ein paar Minuten ruhen gelassen, ideal ist bis für die Kartoffeln 7 Minuten Restzeit übrig sind. Dann wird das Öl hoch erhitzt, die Filets von jeder Seite 2-3 Minuten angebraten - pro Zentimeter Stärke eine Minute - herausgenommen und auf Küchenkrepp gelegt um Fettreste zu entfernen.

Man kann Fisch, Kartoffeln und Salat zusammen auf dem Teller anrichten oder den Salat getrennt in einer Schale. Wer Probleme mit dem Timing hat, muss den Teller vorwärmen und dann den Salat separat servieren. Angewärmter Gurkensalat ist nicht jedermanns Sache.


Guten Appetit!


Beliebte Posts aus diesem Blog

Bleigießen - Orakel und Symboldeutung

Das Bleigießen ist ein jahrtausendealtes Ritual zum Wahrsagen. Es sollte Warnungen und Hilfen geben in Zeiten des Wandels. Wurde es bis zum ersten Weltkrieg gerne vor Verlobungen, vor der Emigration oder anderen Lebensentscheidungen benutzt, so ist es heute hauptsächlich ein Partyspaß an Silvester, um einen Blick aufs kommende Jahr zu werfen.

Bis ins 19. Jahrhundert war es ein billiges Wahrsageritual, gegen das die christliche Kirche keine großen Vorbehalte hatte. Das Bleigießen war preiswert, das benötigte Material fand sich früher in jedem Haushalt. Heute würde man kein Blei mehr im Haus finden und auch die fertigen Sets zum Bleigießen enthalten kein Blei mehr. Es sind meist unbedenklichere und trotzdem leicht schmelzbare Metalle wie Zinn-Legierungen.
Was brauchst Du dafür?
"Bleifiguren" - aus Gesundheitsgründen bestehen sie heute aus Zinnlegierungen
(deshalb, kein richtiges Blei verwenden, falls man noch Abfallstücke herumliegen hat - giftig!)hitzebeständiger Metall-Löffel,…

Schmand-Borschtsch vom Schwarzen Meer

Schmand-Borschtsch war das erste typische Schwarz-Meer-Rezept, das ich bei meiner Frau und ihrer Verwandschaft kennen lernte. Ein Gericht, das die Küchen Rumäniens, Russlands und der schwäbischen Herkunft der Siedler vereinte.

Aber der Borschtsch wäre nicht mehr das, was es früher einmal gewesen wäre, klagten die älteren Familienmitglieder. Das Fleisch wäre nicht mehr so, man bekäme nicht mehr die gleichen Knochen und die Rinder würden zu jung geschlachtet. Die Unterschiede und was man vermisst wurden genau beschrieben. Für mich war das der Anlass nach den Ursachen zu suchen und ein angepasstes Rezept zu entwickeln.
Der Tipp mit dem Schlachtalter und den Knochen war ein erster wesentlicher Schritt. Wurde historisch die Hochrippe mit Fleisch und Knochen verwendet, die beim älteren Rind eine ganz andere Struktur und Faserigkeit zeigt, so findet sich ein vergleichbares Fleisch heute bei Rindfleisch mit 12-20 Monaten Schlachtalter eher in der Wade. Selbst Freilandtiere aus Bio-Haltung ha…

Parmesan-Cracker

Diesmal gibt es gleich zwei Rezepte in einem. Mit dem gleichen Basis-Teig kann man sowohl die Kräuter-Ausführung als auch die Variante mit Paprika backen. Ich teile den Teig immer in zwei Teile, mache dann mit einer Hälfte die Paprika-Variante (Paprika-Menge halbiert) und mit der anderen die Kräuterkekse.
Der Grundteig hat folgende Zutaten:
250 g Dinkelmehl 630 120 g Sauerrahmbutter, zimmerwarm 140 g Parmesan, fein gerieben oder in der Moulinette zerkleinert 120 g Sauere Sahne 1/2 TL Salz 1/4 TL feingemahlener weißer Pfeffer 1/4 TL Bockshornklee, gemahlen 1/4 TL Kurkuma
Aus diesen Zutaten einen Teig kneten, eine 3 cm dicke Rolle formen, in Küchenfolie einwickeln und mindestens 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen.
Für die Paprikavariante braucht man noch 100 g Mini-Paprika. Gemüsepaprika haben eine zu dicke Wand und die Kekse sind dann nicht haltbar, vielleicht bekommt man Roma- oder Spitzpaprika mit dünner Wand, dann kann man die auch nehmen. Jedenfalls muss man sie in Streifen schne…