Direkt zum Hauptbereich

Apfel-Rosenkohl mit Gnocchi


Für 2 Personen: 500 g frischer Rosenkohl, 1 El Salz, 1/2 Tl Zitronensaft, 1 fester Apfel (nicht mehligkochend), 80 g Hinterschinken gekocht oder Kasseler, 1 El Butter, kleine Knoblauchzehe, Salz, Szechuan-Pfeffer aus der Mühle, 300-400 g Gnocchi aus der Froste (oder frische in der Conveniencepackung), 1 Tl Olivenöl, 1/2 Tl Estragon, 1/4 Tl Majoran, 1 Msp Salz.

Den Rosenkohl gründlich putzen, auf Moder- und Frassstellen untersuchen, ein erheblicher Teil der Unliebe gegenüber Rosenkohl beruht auf Zubereitung unsauberer Röschen, die muffig schmecken, und das bekommt man mit keinem Rezept der Welt in den Griff. Wenn man bei 500 g Rosenkohl weniger als 50 g Abfall hat, hat man nicht richtig geputzt.

Großer Topf mit Dämpfeinsatz, 3 Tassen Wasser zum Kochen bringen, den El Salz hinzu, Rosenkohl 5 Minuten dämpfen, dann in eine große Schüssel mit eiskaltem Wasser geben (bei diesem Wetter habe ich die Schüssel einfach vor einer Stunde rausgestellt, es war dann eine dünne Eisschicht obenauf). Herausnehmen und mit dem Dämpfeinsatz wieder in den Topf und weitere 10 Minuten dämpfen. Hat man hauptsächlich sehr kleine Kohlröschen, dann nur 8 Minuten. Sobald der Dampf wieder zischt den Zitronensaft über dem Kohl verteilen. Nach dem Ende der Garzeit den Rosenkohl abgießen und abgedeckt zur Seite stellen. Butter im Topf auf mittlerer Hitze zerlassen, Hinterschinken darin sanft anrösten, den Apfel in Stifte oder schmale Streifen schneiden und zusammen mit der halbierten Knoblauchzehe im Butter mit dem Schinken andünsten. Knoblauchzehe wieder herausnehmen. 

Die Gnocchi zwischenzeitlich in der Mikrowelle erhitzen oder rechtzeitig (morgens) auftauen und in der Pfanne langsam auf unterer Stufe erwärmen, dann auf 2/3 Hitze stellen und mit Olivenöl, Kräutern und Salz unter ständigem Bewegen mit einem Holzlöffel anrösten.

Auf gut vorgewärmten Tellern servieren.




Update: Variante mit bunten Kartoffeln statt Gnocchi





Beliebte Posts aus diesem Blog

Bleigießen - Orakel und Symboldeutung

Das Bleigießen ist ein jahrtausendealtes Ritual zum Wahrsagen. Es sollte Warnungen und Hilfen geben in Zeiten des Wandels. Wurde es bis zum ersten Weltkrieg gerne vor Verlobungen, vor der Emigration oder anderen Lebensentscheidungen benutzt, so ist es heute hauptsächlich ein Partyspaß an Silvester, um einen Blick aufs kommende Jahr zu werfen.

Bis ins 19. Jahrhundert war es ein billiges Wahrsageritual, gegen das die christliche Kirche keine großen Vorbehalte hatte. Das Bleigießen war preiswert, das benötigte Material fand sich früher in jedem Haushalt. Heute würde man kein Blei mehr im Haus finden und auch die fertigen Sets zum Bleigießen enthalten kein Blei mehr. Es sind meist unbedenklichere und trotzdem leicht schmelzbare Metalle wie Zinn-Legierungen.
Was brauchst Du dafür?
"Bleifiguren" - aus Gesundheitsgründen bestehen sie heute aus Zinnlegierungen
(deshalb, kein richtiges Blei verwenden, falls man noch Abfallstücke herumliegen hat - giftig!)hitzebeständiger Metall-Löffel,…

Schmand-Borschtsch vom Schwarzen Meer

Schmand-Borschtsch war das erste typische Schwarz-Meer-Rezept, das ich bei meiner Frau und ihrer Verwandschaft kennen lernte. Ein Gericht, das die Küchen Rumäniens, Russlands und der schwäbischen Herkunft der Siedler vereinte.

Aber der Borschtsch wäre nicht mehr das, was es früher einmal gewesen wäre, klagten die älteren Familienmitglieder. Das Fleisch wäre nicht mehr so, man bekäme nicht mehr die gleichen Knochen und die Rinder würden zu jung geschlachtet. Die Unterschiede und was man vermisst wurden genau beschrieben. Für mich war das der Anlass nach den Ursachen zu suchen und ein angepasstes Rezept zu entwickeln.
Der Tipp mit dem Schlachtalter und den Knochen war ein erster wesentlicher Schritt. Wurde historisch die Hochrippe mit Fleisch und Knochen verwendet, die beim älteren Rind eine ganz andere Struktur und Faserigkeit zeigt, so findet sich ein vergleichbares Fleisch heute bei Rindfleisch mit 12-20 Monaten Schlachtalter eher in der Wade. Selbst Freilandtiere aus Bio-Haltung ha…

Gemüsetopf mit Apfel und Berberitzen

Zutaten für 2 Personen: je 200 g Hokkaido-Kürbis, Kohlrabi, Pastinaken, Süßkartoffeln, Äpfel alles geputzt bzw. geschält und gewürfelt bis auf den Apfel, Saft von einer Zitrone, 1 El Bratöl Olive, 2 El Gänse- oder Entenschmalz (oder nur Olivenöl), 1 El Petersilie oder Speisechrysanthemen-Blätter, 1 El Bio-Berberitzen-Beeren,  je 1 Msp Macis-, Kumin-, Sumach- und Zimt-Pulver, 1/2 Tl Majoran, Salz, 1 El Schnittlauch-Röllchen zur Dekoration.
Den Ofen auf 90 bis 100 °C vorheizen, Keramikform anwärmen. Schmiedepfanne mit 1 El Olivenöl erhitzen. Das Gemüse kann man auch etappenweise vorbereiten während eine andere Sorte brät. Die einzelnen Gemüsesorten jeweils 4-5 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten. Das aufeinanderfolgende Anbraten und anschließende Nachgaren im Backofen berücksichtigt die unterschiedlichen Garzeiten dieser Gemüsearten.
Zuerst die Kohlrabi-Würfel auf 2/3 Hitze anbraten, in die Warmhalteform geben und im Ofen nachgaren lassen. Hitze steigern und die Würfel vom Hok…