Direkt zum Hauptbereich

Party Pastry


Eine vielfältig anpassbares Rezept, das für den schwierigsten Teil ein Fertigprodukt verwendet und deshalb keine großen Fertigkeiten verlangt, nur Geduld und Sorgfalt. Und um ehrlich zu sein, den maschinell hergestellten Dinkel-Blätterteig aus dem Supermarkt kann man selbst auch mit penibler Handarbeit nicht so gut hinbekommen. Man könnte zwar bessere und frischere Zutaten verwenden, aber gleichmäßigere und dünnere Lagen hinzu kriegen, da muss man schon ein Künstler sein, das habe ich selbst mit der Nudelmaschine nicht geschafft.

Mit diesen kleinen Pasteten kann man dafür riesige Partys und Familienfeiern versorgen, man muss nur größere Menge zubereiten und frisch halten. Man kann sie offen fürs Buffet und geschloßen zum Mitnehmen und das Picknick herstellen. Und bei großem Bedarf kann man mit mehreren Muffin-Blechen im Wechsel und zwei Rosten jede Stunde vier Dutzend backen. Durch unterschiedliche Füllungen, die man durch entsprechende Deko kennzeichnen kann (Nüsse, Kräuter, etc.), lassen sich Vegetarier, Bacon-Freaks und Normalos sättigen.

Die folgenden Zutaten ergeben 6 kleine Pasteten, das ist eine Vorspeise für 6 oder eine Hauptmahlzeit für zwei Personen. 

Grundlage ist eine Packung frischer Blätterteig, 320 g, 42 x 26 cm, dazu kommen 
1 El Fett (Gänseschmalz, Butterschmalz, Margarine oder ähnl.)
3 Eier, 
1 Tasse in kleine Ringe geschnittene Lauchzwiebeln, 
2 Roma-Tomaten entkernt und in Würfel geschnitten,
100 g Ziegenfrischkäse, wenn dieser wenig gesalzen ist sollte man entsprechend nachsalzen,
1 Tl getrocknete Raclette&Gratin-Kräuter,
zur Dekoration legt man sich die schönsten Lauchhalme zur Seite und schneidet eine Zwiebel in Scheiben, dazu noch je nach Verfügbarkeit ein paar halbierte Cocktailtomaten.


Ofen auf 190 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig in sechs gleiche und möglichst quadratische Teile schneiden, exakt sollten es 13 x 14 cm sein. Muffinblech ausfetten, den Teig einlegen und andrücken. 

Eier flüssig rühren, Zwiebelstücke, Tomatenwürfel, zerdrückten Käse, Kräuter darunter mengen, gleichmäßig in die Teignäpfchen füllen und 30 Minuten im Ofen backen. Dann auf 160 °C Umluft umschalten und 15 Minuten fertigbacken.

Mit Zwiebelscheiben, Cocktailtomaten und Zwiebellauchröhren die Dekoration anrichten und die Pastete aufsetzen. Vorsicht beim Essen, die Pasteten bleiben relativ lange heiß.


Update - Variante mit Waldorfsalat (Foto oben)

Vom dritten Ei das Eigelb separat aufschlagen, die Pastetchen oben verschließen, mit dem Eigelb einpinseln und mit ein paar Pinienkernen oder Zedernüssen belegen. Diese Variante lässt sich gut für unterwegs oder beim Picknick backen.

Zum Sylvester-Menu mit einem Waldorfsalat, dieser wegen meiner Allergie ohne Äpfel, dafür mit geschnittenen Mandarinen - angerichtet in Radicchio-Blättern.


Beliebte Posts aus diesem Blog

Bleigießen - Orakel und Symboldeutung

Das Bleigießen ist ein jahrtausendealtes Ritual zum Wahrsagen. Es sollte Warnungen und Hilfen geben in Zeiten des Wandels. Wurde es bis zum ersten Weltkrieg gerne vor Verlobungen, vor der Emigration oder anderen Lebensentscheidungen benutzt, so ist es heute hauptsächlich ein Partyspaß an Silvester, um einen Blick aufs kommende Jahr zu werfen.

Bis ins 19. Jahrhundert war es ein billiges Wahrsageritual, gegen das die christliche Kirche keine großen Vorbehalte hatte. Das Bleigießen war preiswert, das benötigte Material fand sich früher in jedem Haushalt. Heute würde man kein Blei mehr im Haus finden und auch die fertigen Sets zum Bleigießen enthalten kein Blei mehr. Es sind meist unbedenklichere und trotzdem leicht schmelzbare Metalle wie Zinn-Legierungen.
Was brauchst Du dafür?
"Bleifiguren" - aus Gesundheitsgründen bestehen sie heute aus Zinnlegierungen
(deshalb, kein richtiges Blei verwenden, falls man noch Abfallstücke herumliegen hat - giftig!)hitzebeständiger Metall-Löffel,…

Gemüsetopf mit Apfel und Berberitzen

Zutaten für 2 Personen: je 200 g Hokkaido-Kürbis, Kohlrabi, Pastinaken, Süßkartoffeln, Äpfel alles geputzt bzw. geschält und gewürfelt bis auf den Apfel, Saft von einer Zitrone, 1 El Bratöl Olive, 2 El Gänse- oder Entenschmalz (oder nur Olivenöl), 1 El Petersilie oder Speisechrysanthemen-Blätter, 1 El Bio-Berberitzen-Beeren,  je 1 Msp Macis-, Kumin-, Sumach- und Zimt-Pulver, 1/2 Tl Majoran, Salz, 1 El Schnittlauch-Röllchen zur Dekoration.
Den Ofen auf 90 bis 100 °C vorheizen, Keramikform anwärmen. Schmiedepfanne mit 1 El Olivenöl erhitzen. Das Gemüse kann man auch etappenweise vorbereiten während eine andere Sorte brät. Die einzelnen Gemüsesorten jeweils 4-5 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten. Das aufeinanderfolgende Anbraten und anschließende Nachgaren im Backofen berücksichtigt die unterschiedlichen Garzeiten dieser Gemüsearten.
Zuerst die Kohlrabi-Würfel auf 2/3 Hitze anbraten, in die Warmhalteform geben und im Ofen nachgaren lassen. Hitze steigern und die Würfel vom Hok…

Schmand-Borschtsch vom Schwarzen Meer

Schmand-Borschtsch war das erste typische Schwarz-Meer-Rezept, das ich bei meiner Frau und ihrer Verwandschaft kennen lernte. Ein Gericht, das die Küchen Rumäniens, Russlands und der schwäbischen Herkunft der Siedler vereinte.

Aber der Borschtsch wäre nicht mehr das, was es früher einmal gewesen wäre, klagten die älteren Familienmitglieder. Das Fleisch wäre nicht mehr so, man bekäme nicht mehr die gleichen Knochen und die Rinder würden zu jung geschlachtet. Die Unterschiede und was man vermisst wurden genau beschrieben. Für mich war das der Anlass nach den Ursachen zu suchen und ein angepasstes Rezept zu entwickeln.
Der Tipp mit dem Schlachtalter und den Knochen war ein erster wesentlicher Schritt. Wurde historisch die Hochrippe mit Fleisch und Knochen verwendet, die beim älteren Rind eine ganz andere Struktur und Faserigkeit zeigt, so findet sich ein vergleichbares Fleisch heute bei Rindfleisch mit 12-20 Monaten Schlachtalter eher in der Wade. Selbst Freilandtiere aus Bio-Haltung ha…