Bibliotheksbrand in Mali

Eine Reihe von Medien berichten über die mutwillige Zerstörung des Bibliothekszentrums in Timbuktu durch Angehörige der AQIM (Al-Qaeda in the Islamic Maghreb) vor Eintreffen der französischen Truppen. Noch ist unbekannt welches Ausmaß die Zerstörung hat, aber unbestätigte Berichte schildern die vollständige Zerstörung des Forschungszentrums und seiner Bibliothek.

Um das Ausmaß des Schadens für die Weltkultur einschätzen zu können, kann man durch einige wenige Seiten der Zigtausend Schriften und Karten der Bibliothek blättern. Ein Teil der Bibliothek wurde im Rahmen wissenschaftlicher Aufarbeitung bereits gescannt und ist wenigstens für die Wissenschaft inhaltlich verfügbar.
Wer Zugriff auf Aluka hat (Universität, Schule, VHS, Bibliothek) findet hier noch reichhaltig Beispiele:
Und dann gibt es noch Berichte, die einem einen Eindruck von der kulturellen Substanz Timbuktus und seiner jahrhundertelangen Kultur der Schriften gibt.
Und Berichte über die Bedrohung dieser Kulturgüter im Zuge der imperialistischen Auseinandersetzungen zwischen Islam, Beijing und Wall Street.
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Update 31.01.2013:

Ein Großteil der Schriften wurde von Aktivisten heimlich beiseite geschafft und verborgen. Zerstört wurden nur rund 2000 Schriften und einige Gebäude.

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