Special Breakfast ... and a late Snack


Diese beiden Gerichte gehören irgendwie zusammen. Macht man doch das zweite aus den Resten, die bei der Zubereitung des ersten Gerichts anfallen.

Das erste ist eine erhebliche Variation eines Rezepts, das sich auch hier im Blog befindet und geht auf eine Grundidee von Oliver Birzele zurück.

Statt eines Spiegelei im Paprikaring ist es ein Rührei, aber geht in Geschmack und Konsistenz weit darüber hinaus. Dafür ist es nicht einfach herzustellen. Man sollte Tisch, Deko und Beilagen gerichtet haben, wenn man sich an diese Eier macht. Sie erfordern volle Aufmerksamkeit.


Zuerst schlägt man Eier bis zur Dünnflüssigkeit auf und schneidet Romano- oder besser Corno-di-Toro-Paprika in Zwei-Finger-breite Streifen und säubert sie innen von Rippen und Kernen. Sesamöl in der Pfanne erhitzen, Paprika auf einer Seite anbraten. Wenden und eine halbe Minute anbraten. Temperatur auf 1/3 reduzieren und sofort einen Esslöffel Rührei pro Ring einfüllen, fest werden lassen. Einen weiteren Esslöffel einfüllen und fest werden lassen, jetzt sollte die Unterseite dicht sein. Jetzt Ring bis zur Hälfte füllen und Deckel auf die Pfanne setzen, ca. eine Minute garen. Deckel abnehmen, Salz, Pfeffer und andere Gewürze oder Kräuter nach eigenem Geschmack auf das Ei im Ring streuen. Ich nehme Schnittlauch und etwas Rosenpaprika. Für 30 Sekunden den Deckel auflegen, damit es anzieht und sich verbindet. Jetzt den Deckel abnehmen, die Temperatur auf Maximum und dann Ei bis kurz unter den Rand auffüllen. Wenn die Pfanne heiß ist 20-30 cl Wasser hineinschütten und sofort mit dem Deckel verschließen. Das Wasser soll möglichst sofort und schlagartig verdampfen und das noch rohe Rührei dampfgaren. Also eher etwas zu wenig Wasser nehmen und wiederholen, sonst hat man einen Sumpf in der Pfanne und sie kühlt zu stark ab.

Das Paprika-Rührei servieren wie abgebildet. Wenn man es richtig gemacht hat, sollte es an ein Cottled Egg erinnern. Ich werde demnächst auch versuchen das mit getrenntem Ei zu machen und ein halbflüssiges Eigelb in der Mitte zu produzieren, habe das aber noch nicht geschafft.
Für dieses überbackene Bruschetta oder Pizza-Brot oder wie immer man diesen Snack nennen will, verwende ich die Reste des Spitz-Paprikas, schneide ihn in kleine Würfel, vermische ihn mit ebenso kleinen Würfeln von frischen Tomaten, grünen Kräutern, kleinen Ringen aus dem weißen Teil von Lauchzwiebeln, Salz, Pfeffer und Oregano.


Das Weißbrot reibe ich mit einer halbierten Knoblauchzehe ab, beträufle es reichlich mit Olivenöl (beträufeln nicht tränken), verteile die gewürzten Gemüsewürfel darauf und schiebe es 5 bis 6 Minuten unter den Grill, lege dann Käse in Scheiben auf, ideal ist junger und schnell schmelzender Hartkäse (bsp. Gouda) und grille nochmal 2 bis 3 Minuten. Der Brotrand ist hier etwas schwärzer geworden, da die Grundlage ein Sauerteig-Weißbrot aus dem Holzofen war, das schon ein kräftige Kruste hatte. So dunkel sollte es bei normalem Weißbrot nicht werden.

Eine Kombination für Tage an denen man später aufsteht, dann etwas unternimmt ohne Gelegenheit zum Essen und spät auf die Nacht noch ein Rest Hunger aufkommt. Von diesem Käsetoast sollte man keine schlimmen Träume bekommen und wer Probleme mit der Verdauung hat, kann den Paprika schon am Morgen schälen und würfeln, die Würfel dann mit etwas Zitrone und Salz ansäuern und bis zum Abend ziehen lassen, das macht sie besser verträglich.


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