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Wurstsalat mit Bratkartoffeln


Der Wurstsalat ist schnell gemacht und gehört in die Kategorie Fast Food, aber die Kartoffeln brauchen ihre Zeit und Betreuung. Wem eine Scheibe dunkles Brot zum Wurstsalat reicht, der hat ein schnelles Essen.

Pro Person 150 g Kartoffeln in Würfel schneiden, in eine gebutterte (oder mit Schmalz ausgeriebene) Schmiedeeisen-Pfanne legen und auf 1/3 Hitze eine Stunde schmoren. Alle 5 Minuten wenden und sich bildende Krusten lösen. Nach einer halben Stunde leicht salzen, nach dem letzten Wenden mit ein bis zwei Drehungen aus der Pfeffermühle würzen.

Für den Wurstsalat verwende ich je eine 80g-Packung Bio-Fleischkäse und Bio-Emmentaler aus dem Supermarkt, damit hat man eine Grundlage für zwei Portionen. Vom Käse und Fleischkäse liegen die Scheiben versetzt in der Packung, genau diese Stufenbreite ist auch die Breite der Streifen und Vorlage fürs Schneiden. Dazu kommen noch 40 g Salami, am besten mit Knoblauch oder eine Chorizo, ebenfalls in dünnen Scheiben und dann in Streifen geschnitten. 2 größere franz. Schalotten und 2 Dillgurken in dünnen Streifen geschnitten kommen mit Wurst und Käse in die Schüssel und werden locker vermengt. 1/2 Tl getrockneten Dill darüber streuen, 1 Msp Salz, ein paar Drehungen mit der Pfeffermühle, 6 El Rapsöl, 2 El Weißweinessig oder weißen Kräuteressig. Nochmal kurz durchmischen, die grünen Kräuter (Pimpernelle) erst beim Servieren untermischen.

Das Grundrezept mit Fleischkäse, Emmentaler, Zwiebeln und Gurken stammt aus dem Allgäu, dort sind auch klassische Bratkartoffel eine gängige Beilage. Ich pimpe meine Bratkartoffelrezepte gerne mit den dreifarbigen Kartoffel-Sorten auf, nicht nur wegen der Optik, sondern vor allem wegen des Geschmacks. Der sehr erdige blaue Schwede, dazu eine der herben roten Sorten und als helle Kartoffeln die Bamberger Hörnchen, zusammen viel mehr Volumen an Kartoffel-Geschmack.


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Bleigießen - Orakel und Symboldeutung

Bleigießen, ein jahrtausendealtes Ritual zum Wahrsagen. Heute ein Partyspass an der Jahreswende. Früher ein billiges Orakel um Warnungen und Hilfen in Zeiten der Veränderung zu erhalten. Wurde es bis zum ersten Weltkrieg gerne vor Verlobungen, vor der Emigration oder anderen Lebensentscheidungen benutzt, so ist es heute hauptsächlich ein Partyspaß an Silvester. Ein Zeitvertreib um einen hellsichtigen Blick aufs neue Jahr zu werfen.

Bis ins 19. Jahrhundert war es ein billiges Wahrsageritual, gegen das die christliche Kirche keine großen Vorbehalte hatte. Das Bleigießen war preiswert, das benötigte Material fand sich früher in jedem Haushalt. Heute würde man kein Blei mehr im Haus finden und auch die fertigen Sets zum Bleigießen enthalten kein Blei mehr. Es sind unbedenkliche und trotzdem leicht schmelzbare Metalle wie Zinn-Legierungen. Zumindest sollte es so sein und ein Blick auf die Packung, ob ein CE-Zeichen vorhanden ist, sollte das sicher stellen.
Was brauchst Du dafür?
"Bleif…

Schmand-Borschtsch vom Schwarzen Meer

Schmand-Borschtsch war das erste typische Schwarz-Meer-Rezept, das ich bei meiner Frau und ihrer Verwandschaft kennen lernte. Ein Gericht, das die Küchen Rumäniens, Russlands und der schwäbischen Herkunft der Siedler vereinte.

Aber der Borschtsch wäre nicht mehr das, was es früher einmal gewesen wäre, klagten die älteren Familienmitglieder. Das Fleisch wäre nicht mehr so, man bekäme nicht mehr die gleichen Knochen und die Rinder würden zu jung geschlachtet. Die Unterschiede und was man vermisst wurden genau beschrieben. Für mich war das der Anlass nach den Ursachen zu suchen und ein angepasstes Rezept zu entwickeln.
Der Tipp mit dem Schlachtalter und den Knochen war ein erster wesentlicher Schritt. Wurde historisch die Hochrippe mit Fleisch und Knochen verwendet, die beim älteren Rind eine ganz andere Struktur und Faserigkeit zeigt, so findet sich ein vergleichbares Fleisch heute bei Rindfleisch mit 12-20 Monaten Schlachtalter eher in der Wade. Selbst Freilandtiere aus Bio-Haltung ha…

Gebratener Lachs mit Gurken

Für 2 Personen:

2 Lachs-Filets, Größe nach Hunger 150-250 g
1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer
etwas Maismehl

3 El Rapsöl oder ein neutrales Olivenöl

1 große Landgurke
1 Becher Ziegenjoghurt
1 El Rapsöl oder ein neutrales Olivenöl
1/2 Tl Dijon-Senf
Salz, Pfeffer
1 Tl getrockneter Dill

Lachs mit ein paar Tropfen Zitrone beträufeln und verreiben, anständig Salzen und Pfeffern, mit Maismehl schwach mehlieren. Beiseite legen. Der Lachs sollte eine halbe Stunde vor dem Zubereiten aus dem Kühlschrank genommen werden oder in Fällen großer Eile 20 Sekunden bei 800 Watt in der Mikrowelle vorgewärmt werden.
Gurke in zwei Hälften scheiden, jede Hälfte in Scheiben schneiden und am Rand des Tellers auslegen.
Rapsöl in der Pfanne auf mittlerer Hitze (4 von 6) vorwärmen.
Joghurt, Öl, Senf, den restlichen Saft der halben Zitrone, Salz und Pfeffer, sowie die Hälfte des Dills gut verrühren, über den Gurkenscheiben verteilen.
Lachs von jeder Seite 2 bis 3 Minuten anbraten, dabei möglichst nicht bewegen, er kann gewendet w…