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Es werden Posts vom Februar, 2013 angezeigt.

Entenbrustfilet

Für die Zutaten gilt, die Bruststücke der Flugente sollten dunkel in der Farbe und fest in der Struktur sein, das Fleisch sollte nicht tropfen und die Haut unverletzt sein. Vergessene Federn sind kein Gütezeichen, sondern künden von schlampiger Verarbeitung.
Eine weibliche Brust (150-200g) reicht pro Person für normale Esser. Hungrige kann man mit größeren männlichen Brüsten (250-400g) sättigen. Für Vorspeisen ist die größere männliche Entenbrust auch zu empfehlen, sie gibt beim Aufschneiden größere und dekorativere Scheiben. 
Zur Zubereitung die Fetthaut kreuzweise einschneiden. Die Breite der Streifen sollte der Dicke der Fetthaut entsprechen, dann bilden sich beim Rösten dekorative und knusprige Würfel. Nach dem Einschneiden zuerst einen fein gemahlenen Pfeffer in die Schnitte einreiben, dann mit reichlich Salz bestreuen. Die Rückseite sparsamer pfeffern und salzen.
Je nach Stärke und Hitzeleistung des Herdes muss man die Brüste einzeln anbraten (Kochkeramik) oder kann sie zusamme…

Who watches the watchmen?

Quis custodiet ipsos custodes?
Großflächig wurde gegen die Vorschriften der Bio-Siegel-Vergabe verstoßen und Eier unter Bedingungen produziert, die nicht den Anforderungen und schon gar nicht den Erwartungen der Verbraucher entsprechen. Trotzdem wurden die Produkte mit Bio-Kennzeichnungen versehen und als solche in Verkehr gebracht. Dies ist Betrug.
Dass die betreffenden Betriebe sich strafbar gemacht haben, und sich erhebliche wirtschaftliche Vorteile zu Lasten ihrer ehrlichen Konkurrenten und der Konsumenten verschafft haben, steht fest. Ermittlungsverfahren laufen, Staatsanwaltschaften haben die Arbeit aufgenommen. Es ist zu hoffen, dass es auch zügig zu Festnahmen und Verurteilungen kommt, langjährige Haftstrafen sind möglich. Schließlich handelt es sich nach den ersten Informationen um gewerbs- und bandenmäßige Betrugshandlungen aus niederen Motiven.
Sind aber diese kriminellen Erzeuger die Hauptschuldigen an der Situation?
Nein, meiner Ansicht nach liegt die Schuld am Umfang der…

Pfannen-Meeresfrüchte

An manchen Tagen habe auch ich keine große Lust kreativ und aufwendig zu kochen, aber trotzdem Lust auf ein aromastarkes Gericht, das düstere Gedanken vertreiben kann. 
Endiviensalat erst warm, dann zweimal kalt waschen. Vom Strunk und welken Stellen befreien und in daumenbreite Streifen schneiden. 1 Becher Ziegenjoghurt natur, 1 El Mayonnaise , 1 El Olivenöl, 1 El Kräuteressig hell, je 1 Prise Salz und Pfeffer, 2 El gehackte Pimpernelle (oder andere grüne Kräuter) gut rühren und unter den Salat heben.
Halbe Baguettebrötchen mit halbierten Knoblauchzehen abreiben, leicht salzen, etwas Zitronenpfeffer aus der Mühle, ein paar Spritzer Olivenöl und drei Minuten auf mittlerer Schiene unter den vorgeheizten Grill. Abkühlen lassen.
Olivenöl in der Pfanne erhitzen, dann Filet vom Skrei (oder anderer heller Fisch) anbraten. Pro Person 100 bis 150 Gramm. Falls der Fisch eine Haut hat, zuerst die Seite ohne Haut anbraten. Rohe (aufgetaute) Garnelen dazu und diese ständig wenden. 4 bis 6 Garnel…

Hausschlachtung

Das waren noch Zeiten, als man vom Tier Abschied nahm, es beherzt und schnell tötete und vor allem kein Teil verschwendete. Bis zur letzten Borste fand das Schwein seine Verwendung. Nichts wurde weggeworfen. Selbst die Jauche vom Auswaschen der Därme und Innereien wurde zum Düngen verwendet.
Der Mensch begegnete damals dem Tier, das sein Leben gibt um ihn zu nähren, auf persönlicher Ebene, Aug in Aug. Man kannte sein Essen, wusste, dass es nicht wieherte. Hatte erlebt wie es wuchs und gedieh, wusste welchen Preis es zahlt um zu Nahrung zu werden. Es war für die Menschen nur Essen, aber es war DAS Essen, der Schlachttag ein Freudentag, ein Schlachtfest. Soziale Zusammenkunft und Begegnung. Gemeinsame Zubereitung und gemeinsames Essen, Metzelsupp und Innereien, später Pökelfleisch, Geräuchertes und getrocknete Würste.
Was ist dem in der zeitgenössischen Lebenswelt gleich? Was ist als Nachfolge entstanden?
Sind wir als Gesellschaft wirklich ärmer in diesem Punkt? 
Anscheinend.

Amazon.de…

Dreierlei Gemüse an Hollandaise mit Naturreis

Für dieses Gericht muss man eine Stunde Zubereitungszeit einkalkulieren, in der man fast nichts zu tun hat. Für zwei Personen schält man zwei kleine Kohlrabi, putzt eine Lauchstange und schneidet den hellen Teil in daumendicke Scheiben (den grünen Teil für andere Zwecke verwenden), dazu noch zwei längliche rote Beete ungeschält (!!!) bereit legen. 
Da die rote Beete ungefähr 45 Minuten zum Garen benötigen kann man jetzt 1 Tasse Naturreis-Mischung mit Wildreis aufsetzen, diese benötigen ebenfalls 40 bis 50 Minuten zum Garen. Man bringt den Reis mit einer Tasse Weißwein und einer viertel Tasse Wasser zum Kochen, gibt etwas Salz hinzu, eine Tasse kaltes Wasser und lässt den geschlossenen Topf eine halbe Stunde auf unterster Stufe köcheln, dann abschalten und Nachgaren lassen, das Wasser sollte vollständig aufgesogen werden.
Kohlrabi in Sechstel (Wedges) schneiden, mit Salz bestreuen, mit Dämpfeinsatz über Wasser 30 Minuten bei mittlerer Hitze im geschlossenen Topf dämpfen, dann die Lauc…

Richard Wagner, Siegfried - Oper am NTM

Ein Ring schließt sich langsam, am Nationatheater Mannheim konnte im Dezember letzten Jahres der dritte Teil Premiere feiern und wurde Sonntag Abend zum vierten Mal gegeben. Richard Wagners Siegfried ist wie die anderen Teile ein vielstündiges Monumentalwerk, das Sänger, Musiker, Theatertechniker und Zuschauer bis an die Grenzen fordert. Deshalb wird diese Kritik auch nicht am gleichen Abend, sondern erst am Folgetag fertig. Die Zeiten, bei denen man in der Mannheimer Oper einschlief und ausgeruht nach Hause ging um eine Kritik in den Blog zu setzen, die sind schon lange vorbei. Dafür trifft man wieder "jüngere" Besucher, die das Greisenalter noch nicht erreicht haben, im Publikum an. Rein subjektiv ist es wieder si gut besucht wie zuletzt vor fünfundzwanzig Jahren. Ja, ich gehe dort schon länger hin, nächstes Jahr wird das halbe Jahrhundert voll. Nicht jeder bringt diese Erfahrung mit, nicht jeder hat schon hunderte von Aufführungen gesehen.
Aus diesem Grund will ich zuerst…

Zünftige Strafen für Handwerker

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Im Mittelalter gab es eine Zunftregel, wer sich als Zunft- oder Gildemitglied vor der Arbeit drückte oder sich zwei Herren gleichzeitig verdingte, der wurde hart bestraft. Wer nach Ansicht eines Ratsherren seine Arbeit liederlich und ungenügend erledigte wurde bestraft. Generell konnte jeder Handwerker einer Zunft, der gegen deren Ordnung und die qualitativen Vorgaben verstieß, hart bestraft werden.
Wenn ich nun sehe, dass in Deutschland die Kirchen ihre eigene Gerichtsbarkeit und ihr eigenes Regelwerk seit dem Mittelalter relativ unberührt fortführen und praktizieren können, dann frage ich mich, warum nicht auch für die Handwerkszünfte diese archaischen Regelwerke praktizieren?
Die historischen Strafen für unzünftiges Verhalten waren: Das Trudeln oder Hobeln - der Delinquent wird rücklings über ein Trudelholz oder eine andere harte Unterlage hin und her gezogen.Das Schlitzohr …

Risotto vom Bleichsellerie

Für 2 Personen reicht ein Bleichsellerie zusammen mit einer Tasse Reis, dazu 3-4 Schalotten, 2 El Butter, 2-3 Tassen Brühe, 1 Tasse trockener Riesling und 1 Tasse geriebenen Emmentaler, Salz, Pfeffer, eine Knoblauchzehe, 1 El weißer Portwein.
Da man die nächsten 10-12 Minuten dauernd am Rühren ist sollte man zuerst den Bleichsellerie vorbereiten, da anschließend nicht genug Zeit bleibt.


Die Schalotten klein schneiden und im heißen Butter auf hoher Temperatur glasig garen, den Reis zugeben und gemeinsam unter Rühren anrösten bis sich bei den Zwiebeln eine leichte Bräune bildet. Sofort mit dem Wein ablöschen. Unter Rühren reduzieren bis fast keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Eine ganze Knoblauch-Zehe zugeben. Dann eine halbe Tasse Brühe zugeben. Dies zehn Minuten lang wiederholen oder bis maximal 2,5 der 3 Tassen Brühe eingedampft wurden. Wenn nach zehn Minuten noch mehr Brühe übrig ist, spielt das keine Rolle aber für den letzten Durchgang braucht man nur noch eine halbe Tasse, es…

Theresia Walser, Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel - Schauspiel am NTM

Am 12. Januar 2013 war die Uraufführung des Stückes am Schauspiel des Nationaltheater Mannheim. Heute war die vierte Aufführung, letzte Unstimmigkeiten in der Inszenierung von Burkhard C. Kosminski müssten dem Schleifstein der Routine zum Opfer gefallen sein. Auch die Publikumsreaktionen sollten inzwischen bekannt und für die Darsteller erwartbar sein. Und so war es auch, die Aufführung lief rund, routiniert und ohne Ecken und Kanten. Das hat diesen wunderbaren Effekt, dass man vergisst im Theater zu sitzen, zuzuschauen und ganz von der Handlung, vom Stück, vereinnahmt wird. Dies war einer der Theaterabende, an denen man tatsächlich den verkörperten Kunstfiguren begegnet und nicht nur ihren Darstellern auf der Bühne. Gerade wenn wie heute Abend auch noch ein Protagonist die Bühne in Beschlag nimmt, der im Besetzungszettel nicht erwähnt wird. Spoiler: Erich Honecker (Wer sich die Pointe verderben will, markieren).
Gerechnet hat man mit den drei Tyrannen-Gattinen, wie es das Programm um…

Nansen Initiative

Vor fast zwei Jahr hatte ich noch befürchtet man würde die klimatischen Folgen für die Wanderungsbewegungen der Weltbevölkerung bagatellisieren.  siehe 17.4.2011 - Unsichtbare Völkerwanderung Doch es gibt auch nachdenkliche Entscheidungsträger und im Herbst 2012 haben sich Regierungsstellen der Schweiz und Norwegens dieser Problematik angenommen und die Nansen Initiative gegründet. Diese Einrichtung soll Unterstützung für Klima-Flüchtlinge gewinnen helfen, begleitend beobachten und offiziell dokumentieren um das Ausmaß des Problems der Weltöffentlichkeit bewusst zu machen.

Zumindest der letzte Anspruch ist nicht geglückt. In Deutschland hat keines der führende Medienorgane über die Gründung oder seither über die Tätigkeit berichtet. Mit der Deutschen Welle hat nur ein Nischen-Medium mit geringer Reichweite kurz darüber berichtet. Eine öffentliche Rezeption oder Diskussion findet nicht statt. Im Gedächtnis ist dagegen noch die groß aufgemachte Berichterstattung aus 2011, dass alles gar …

Sexismus: Selbsterniedrigung oder Gewalt?

MEIN/UNG KOMMENTAR
Verbale Übergriffe oder wie es Die Zeit mit einem schwedischen Begriff literarisch überhöht, der Greisenschleim (schw. gubbslem), bewegen die Gemüter. Aber was bewegt diese Männer? Warum tun sie das? Was versprechen sie sich davon? 
Nehmen wir den hypothetischen Fall einer Frau, die auf irgendeine Art der sexistische Anmache mit Zustimmung und Anerkennung reagiert. Was sagt das über diese Frau aus? Über ihr Selbstwertgefühl? Ihre Sozialisation? Ihre Persönlichkeit? Nichts Gutes.
Oder sie ergibt sich aus Abhängigkeit oder Furcht in die Situation - dann ist das ein Fall von Nötigung, sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung.
Was bedeutet das für die Männer, die auf diese Art Frauen begegnen? Über das Ziel ihres Tuns? Über den unwahrscheinlichen Fall des Erfolgs? Sie würden mit einer Frau zusammenkommen, die einem desaströsen Profil entspricht. Ist es das, die Selektion unterwürfiger, höriger und zerrütteter Frauen, weil man selbst nicht in der Lage ist mit selbstbewussten…