Gefüllte Spitzpaprika mit Tomatensauce


Dies ist ein Gericht, das nur wenig und einfache Zubereitung erfordert und dann einige Zeit alleine im Ofen verbringt. Es gelingt auch dem ungeübten Koch - wenn er die letzten fünf Minuten aufpasst, dass der Käse nicht zu dunkel wird.

Die Zubereitung für den gedämpften Reis als Beilage oder alternativ einen Kartoffelstampf findet sich an anderer Stelle hier im Blog.

Die gefüllten Paprika können auch am Morgen zubereitet und in Klarsichtfolie eingewickelt mehrere Stunden bei 4 bis 6 Grad im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ein Einfrieren in rohem Zustand empfiehlt sich nicht.

Der Vorteil der Zubereitung im schlanken Spitzpaprika gegenüber dem größeren und dickeren Gemüsepaprika ist die Sicherheit, dass das Hack gut durchgegart wird. Gerade wenn man Besuch hat und alles Stunden vorher vorbereitet oder Kinder und Senioren mitessen, reduziert man das Risiko. Auch gedämpfter Reis als Beilage braucht nur wenig Aufsicht, man kann sich stattdessen auf die Gäste und vielleicht auf eine leckere Nachspeise konzentrieren.

Pro Person rechnet man eine Paprika (hellgelb oder rot) und 200 Gramm Hackfleisch vom Rind, Lamm, Schwein oder gemischt. Für Wenig-Esser kann man Fleisch und Füllung reduzieren und sie flacher machen.

Die Mengenangaben im Rezept sind pro Paprika abgegeben.

Ofen auf 180 Grad Umluft oder 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Paprika werden längs halbiert und der Stil und Strunk nicht entfernt. Nur den Stil anschneiden um die Trockenstelle zu entfernen. Zum Halbieren durch den Stiel hindurch schneiden. Er lässt sich später auf dem Teller mit der Gabel einfach herauslösen und der Saft bleibt in der Paprika.

Das Hackfleisch mit 1 EL körnigen Senf, 2 EL grobe Kornflocken (Emmer/Urkorn) und einer Msp. Salz, 2 Drehungen der Pfeffermühle und einem 1/2 TL getrockneten Oregano gründlich vermischen. Bei Verwendung von Schweine- oder gemischtes Hack 1 TL Paprikapulver zugeben. Das gewürzte Hack bündig in die Paprikahälften füllen.

In einer großen, flachen und ofenfesten Pfanne 1 TL Öl erhitzen und den Paprika zwei Minuten anbraten. Eine halbe Knoblauchzehe ins Öl geben und kurz anrösten, etwas Salz und Pfeffer, etwas gehackten oder gerebelten Oregano ins Öl, sofort mit rotem Portwein oder Madeira ablöschen und eine halbe Dose Pizza-Tomaten (gehackte) zugeben.

Wer die Sauce nicht dick und stückig mag kann auch passierte Tomaten aus der Flasche verwenden oder Tomatenmark und Wasser. Man kann auch einen Gussbräter mit weniger Platz verwenden und nach dem Anbraten zum Ablöschen und Anrühren der Sauce die Paprika herausnehmen und anschließend auf die Sauce legen, dann weicht aber der Paprika mehr durch und bleibt nicht fest. Optimal ist das nicht.

Die Pfanne kommt 25 Minuten in den Ofen zum Schmoren (Temp. s.o.), dann mit geriebenem Hartkäse (Alpkäse, Bauernkäse) bestreuen und weitere 10 Minuten erhitzen. In der soll der Käse leicht braun wird, aber keine schwarzen Stellen bekommen.

Zum Dekorieren noch einen frischen Oregano.


Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen.


Update:
Ein Tipp in den Kommentaren sei weiterempfohlen, statt der Getreideflocken kann man auch vorgekochten Reis verwenden. Ich habe Wildreis genommen, der 25 Minuten gedämpft wurde, das hat sich als optisch und geschmacklich gute Kombination zu Lammhack erwiesen.

Tomaten und Paprika lassen sich selber ziehen, auch im Kübel auf dem Balkon.



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