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Streifen vom Huhn an Salat


Ständig liest man über die Mengen an Lebensmitteln, die in den so genannten westlichen Ländern weggeworfen werden obwohl sie noch verzehrfähig und hygienisch einwandfrei sind. Einer dieser Medienberichte findet sich hier:
Die Kocherei seit Sonntag hat auch in meiner Küche zu Überbleibseln geführt, die werden bei mir aber nicht weggeworfen, sondern ergänzt und zubereitet bevor sie verderben. Dazu braucht man einerseits einen tagesübergreifenden Plan zur Verwendung der Zutaten. Gerade die natürlich gewachsenen Produkte wie Sellerieknollen oder Süßkartoffeln variieren in der Größe und sind nicht portionsgenau verfügbar. Dann bereitet man ein ganzes Huhn zu, weil die verfügbaren Brüste ausgebeint sind oder eine bedenkliche Größe haben und ein ganzes Huhn einfach saftiger wird. Die Methode der Nachkriegsjahre zu kochen was in der Einkaufstüte ist und dann zu essen was auf dem Teller liegt hat zu Adipositas, Diabetes und schlimmern Krankheiten geführt, ist mithin die noch schlechtere Alternative. Unser Magen und unsere Fettzellen sind kein Ersatzmülleimer, diese Form der Entsorgung ist selbstzerstörerisch und nicht weniger verschwenderisch als direktes Wegwerfen in den Mülleimer.

Dann doch besser maßvolle Portionen kochen und sich Wege erschließen auch Reste in entsprechenden Rezepten zu verwerten. Auch das heutige Gericht ist nur ein Vorschlag, der sich vielfältig abwandeln läßt und nur ein Konzept von vielen für das Kochen mit Resten vorstellen soll.

Die Reste des ganzen Huhns vom Vortag werden entbeint, in Streifen geschnitten und scharf in Sesamöl angebraten. Das Weiße von Lauchzwiebeln, das Grüne diente zum Würzen und Dekorieren, in Scheiben geschnitten untergrührt und scharf gewürzt mit Pfeffer, Salz, Chili aus der Mühle und Galgant, dazu ein paar Spritzer Worcestersauce, Zitronensaft und Agavensüße. 

Als grüne Beilage Pflücksalat, halbierte Cocktail- und Wildtomaten, gewürfelte Landgurke und eine Avocado in Scheiben. Darüber eine milde Vinaigrette ohne Knoblauch und den Rest des Zwiebelgrüns in Ringe geschnitten.

Zubereitet mit einem Minimum an Fett und Öl. Wer will kann dazu Weißbrot essen und einen herben weißen Tee trinken.



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