Direkt zum Hauptbereich

Pfannen-Spargel mit Chinook-Lachs


Auch für FastFood sollte man sich die notwendige kurze Zeit nehmen, Schnelligkeit ist nicht Faulheit. Aber ich habe geschlampt, statt den Lachs langsam auftauen zu lassen oder ihn wenigstens in der Mikrowelle aufzutauen, habe ich ihn frostfeucht und mit Eisschicht unter den Grill geschoben. Asche auf mein Haupt, trocken wie Asche war er noch nicht, aber auch nicht so zart und saftig wie gewohnt. Das hat der Fisch, der für diese Mahlzeit sein Leben gab, nicht verdient. Ich habe ihn übel behandelt und bitte ihn hiermit um Verzeihung. Dieses Rezept ist dem Lachs gewidmet, der dafür sterben musste.


Was braucht man für dieses schnelle Rezept? Pro Person sollte man mit folgenden Mengen arbeiten:

150 - 200 g Lachs (gefrorenes Filet vollständig aufgetaut oder frisches Filet), 1 Tl Olivenöl, Zitronengras & Pfeffer aus der Mühle, 250 g grüner Spargel, 1 Rispe Cocktailtomaten, 60 g kompakte Pasta, 1 EL Olivenöl, 1 TL Zitronensaft, 1/2 Tl Agavensirup, 2 Zweige großblättrige Petersilie, 1 EL geschnittenen Schnittlauch, Salz, Pfeffer.

Die vier Komponenten Fisch, Spargel, Pasta und Tomaten kann man parallel zubereiten. Zuerst wird der Grill kurz vorgeheizt, die Tomaten auf eine Seite des Bräters gelegt und mit etwas Öl bespritzt und für 5 Minuten unter den Grill geschoben, dann werden die Lachsfilets mit der Unterseite nach oben auf die ganzen Petersilienblätter dazu gelegt und ebenfalls mit Öl eingestrichen oder eingesprüht.

Nach weiteren 5 Minuten werden sie gewendet, dabei bleiben die großen Petersilienblätter unten, jetzt wird nicht nur mit Öl besprüht (bepinselt) sondern auch noch mit etwas Zitronengras und Pfeffer und Salz aus der Mühle gewürzt.

Nebenher hat man Zeit die Pasta nach Packungsanleitung zu kochen.

Während die Tomaten unter dem Grill liegen kann man den Spargel putzen, nur am Ende etwas schälen und trockene Stielenden abschneiden. Wenn er richtig frisch ist, reicht es härtere "Blätter"  mit dem Sparschäler vorsichtig abzuhobeln.

In einer großen Pfanne Öl stark erhitzen und die Spargel dann 10-12 Minuten unter ständigem Bewegen anbraten. Nach der Hälfte der Zeit (kurz bevor man den Lachs wendet) gibt man den Zitronensaft und den Agavensirup dazu. Wer den Spargel zusätzlich aromatisieren will, kann mit einem Esslöffel Gin ablöschen und etwas Oregano zugeben. Hier sollte man allerdings potentielle Mitesser fragen, das mag nicht jeder.

Alles sollte nach rund einer viertel Stunde zusammen fertig sein.

Auf gut vorgewärmten Tellern, wie jedes heiße Fischgericht, servieren. Ich stelle bei solchen Gerichten die Teller mit in den Backofen für die letzten 2 bis 3 Minuten, ganz unten ins Gehäuse. Man muss einfach ausprobieren, wie das im jeweiligen Ofen funktioniert, aber sie sollten dann 40-50 °C erreichen.

Guten Appetit!


Beliebte Posts aus diesem Blog

Bleigießen - Orakel und Symboldeutung

Das Bleigießen ist ein jahrtausendealtes Ritual zum Wahrsagen. Es sollte Warnungen und Hilfen geben in Zeiten des Wandels. Wurde es bis zum ersten Weltkrieg gerne vor Verlobungen, vor der Emigration oder anderen Lebensentscheidungen benutzt, so ist es heute hauptsächlich ein Partyspaß an Silvester, um einen Blick aufs kommende Jahr zu werfen.

Bis ins 19. Jahrhundert war es ein billiges Wahrsageritual, gegen das die christliche Kirche keine großen Vorbehalte hatte. Das Bleigießen war preiswert, das benötigte Material fand sich früher in jedem Haushalt. Heute würde man kein Blei mehr im Haus finden und auch die fertigen Sets zum Bleigießen enthalten kein Blei mehr. Es sind meist unbedenklichere und trotzdem leicht schmelzbare Metalle wie Zinn-Legierungen.
Was brauchst Du dafür?
"Bleifiguren" - aus Gesundheitsgründen bestehen sie heute aus Zinnlegierungen
(deshalb, kein richtiges Blei verwenden, falls man noch Abfallstücke herumliegen hat - giftig!)hitzebeständiger Metall-Löffel,…

Schmand-Borschtsch vom Schwarzen Meer

Schmand-Borschtsch war das erste typische Schwarz-Meer-Rezept, das ich bei meiner Frau und ihrer Verwandschaft kennen lernte. Ein Gericht, das die Küchen Rumäniens, Russlands und der schwäbischen Herkunft der Siedler vereinte.

Aber der Borschtsch wäre nicht mehr das, was es früher einmal gewesen wäre, klagten die älteren Familienmitglieder. Das Fleisch wäre nicht mehr so, man bekäme nicht mehr die gleichen Knochen und die Rinder würden zu jung geschlachtet. Die Unterschiede und was man vermisst wurden genau beschrieben. Für mich war das der Anlass nach den Ursachen zu suchen und ein angepasstes Rezept zu entwickeln.
Der Tipp mit dem Schlachtalter und den Knochen war ein erster wesentlicher Schritt. Wurde historisch die Hochrippe mit Fleisch und Knochen verwendet, die beim älteren Rind eine ganz andere Struktur und Faserigkeit zeigt, so findet sich ein vergleichbares Fleisch heute bei Rindfleisch mit 12-20 Monaten Schlachtalter eher in der Wade. Selbst Freilandtiere aus Bio-Haltung ha…

Parmesan-Cracker

Diesmal gibt es gleich zwei Rezepte in einem. Mit dem gleichen Basis-Teig kann man sowohl die Kräuter-Ausführung als auch die Variante mit Paprika backen. Ich teile den Teig immer in zwei Teile, mache dann mit einer Hälfte die Paprika-Variante (Paprika-Menge halbiert) und mit der anderen die Kräuterkekse.
Der Grundteig hat folgende Zutaten:
250 g Dinkelmehl 630 120 g Sauerrahmbutter, zimmerwarm 140 g Parmesan, fein gerieben oder in der Moulinette zerkleinert 120 g Sauere Sahne 1/2 TL Salz 1/4 TL feingemahlener weißer Pfeffer 1/4 TL Bockshornklee, gemahlen 1/4 TL Kurkuma
Aus diesen Zutaten einen Teig kneten, eine 3 cm dicke Rolle formen, in Küchenfolie einwickeln und mindestens 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen.
Für die Paprikavariante braucht man noch 100 g Mini-Paprika. Gemüsepaprika haben eine zu dicke Wand und die Kekse sind dann nicht haltbar, vielleicht bekommt man Roma- oder Spitzpaprika mit dünner Wand, dann kann man die auch nehmen. Jedenfalls muss man sie in Streifen schne…