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Blueprint für eine neue Wirtschaftsordnung


Die gegenwärtige Wirtschaftsordnung der Welt wird von verschiedenen Varianten des Kapitalismus dominiert. Neben dem so genannten westlichen Kapitalismus, bei dem die Vermögen und die Kontrolle einer kleinen Oberschicht Besitzender obliegt, gibt es noch den Staatskapitalismus, das Oligarchentum und die Parallelwelt der organisierten Kriminalität. All diese Formen vereinen weltweit über 80% der Vermögen und insbesondere der Geldvermögen auf sich. Entweder ganz privat und persönlich oder über die Unternehmen in ihrem Besitz.

Dabei sind teilweise exorbitante Vermögen entstanden und riesige Summen haben sich angesammelt. Wo kommt dieses Geld her, wenn die staatlichen Notenbanken das Monopol auf die Geldproduktion haben und die Staaten immer ärmer werden?

Man muss sehen, dass es neben den offiziellen und legalen Geldquellen auch noch ganz andere Geldmengenerzeuger gibt. Nehmen wir das Beispiel Euro-Zone, offiziell hat die EZB bis 2013 rund 10 Billionen Euro ausgegeben, erstaunlicherweise haben die Banken in London und Frankfurt es geschafft für die 2,5-fache Summe Zertifikate und Bonds auszugeben (Quelle), diese Schlauberger handeln nicht nur mit Geld das sie nicht haben, sondern mit Geld, das es gar nicht gibt. Und komme keiner auf den Gedanken, der Betrag wäre so hoch, weil auch noch Titel aus anderen Ländern mit verbrieft wurden. Dort ist das Bondvolumen ebenfalls höher. Damit liegt sowohl die Generierung von Valuta und die monetäre Wertschöpfung nicht mehr bei den Staaten, sondern ist zusammen mit der Kontrolle über Realzinsen und Inflationsrate in den Händen kleiner internationaler Gremien aus der Privatwirtschaft. Und diese nutzen diese Möglichkeiten gewinnbringend aus (Quelle).

Diesen Mechanismus kann man durchbrechen und den Staaten bzw. der EU wieder die Hoheit über die Geldpolitik und Geldvermehrung verschaffen. Damit würde der Wertzuwachs der Wirtschaft wieder als Ertrag aus der Geldvermehrung gespiegelt.


Die effektivste Lösung ist nach meinen Analysen, wenn die EZB das Geld selbst in Umlauf bringen würde, den Banken dadurch die Basis für ihre exorbitanten eigenständigen Wertschöpfungen (hohe Gewinne auf ein faktisches Nichts) nehmen würde und ihrerseits den Gewinn aus der Emission an alle EU-Staaten ausschütten würde oder direkte Investitionen, bspw. in einen Infrastrukturfonds, tätigen würde. Mit den neu geschaffenene Geldmengen könnte man alle Staatsschulden aufheben - ohne inflationäre Effekte.


Ein weiterer Effekt ergibt sich aus dem Einfluss dieses Geldes auf die Realwirtschaft. Statt dass das Geld zwischen irgendwelchen Banken, Superreichen und Unternehmen zirkuliert, ohne tatsächlich etwas zur Produktion, den Dienstleistungen und damit dem Arbeitsmarkt beizutragen, würde das staatlich neugeschöpfte Geld tatsächlich in die Real-Wirtschaft fließen und so zu Investitionen, Löhnen, Konsum echter materieller Wertschöpfung und damit nachhaltiger Stärkung des Arbeitsmarktes führen.

Bei allen Diskussionen um staatliche Maßnahmen die Geldmenge zu erhöhen und mit der Geld-Druckmaschine die eigenen Schulden zu bezahlen kommt das Inflationsargument mit ins Spiel. Dies ist aus zwei wesentlichen Gründen unredlich.

Der erste Grund, bei der Erhöhung der Geldmenge durch die Ausgabe von Bonds wird dieses Argument nicht verwendet. Keiner fordert hier eine Begrenzung der Emissionen um die Inflation zu begrenzen, im Gegenteil es sind oft die Verbreiter des Inflationsarguments, die selbst Bonds auflegen oder propagieren.

Der zweite Grund ist die Wirkung des neuen Geldes am Markt. Wenn beispielsweise ein Betrag in Höhe der 12 Billionen Euro fließen würde, dem Wert der Bonds ohne reale Geldmenge, dann würden über zehn Jahre Beträge von 100 Mrd. Euro pro Monat in die Euro-Zone fließen. Dies würde bedeuten, dass damit ein Investitionsvolumen bereitstünde, das jeden Monat drei Millionen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen würde. Wenn die Gelder in die Realwirtschaft fließen und nicht im Finanzmarkt versickern. Der höhere Bedarf und die Teilhabe am wirtschaftlichen Leben dieser neuen Vollzeit-Arbeitskräfte würde einen ausreichenden Gegenwert für die neue Geldmenge darstellen und verhindern, dass der Geldzufluss die Wirtschaft aufbläht. Es würde weiterhin ein Gleichgewicht existieren, die größere Geldmenge keinen Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen. Weder deflationär, noch inflationär. Im Gegenzug würden Zug um Zug die Schulden von Staaten und Unternehmen geringer und das Phantomgeld im Bondmarkt würde verschwinden und gleichzeitig durch reales Geld ersetzt. Anders wäre es, wenn das Geld direkt in die Finanzmärkte und an Investmentbanken und andere Geldhäuser fließt, dann kommt es nicht zum realen Wertzuwachs und dem Abschmelzen der Bonds, sondern zu einer zusätzlichen Aufblähung der Geldmenge und einem Anreiz noch mehr Bonds aufzulegen und dann entsteht reale Inflation. In diesem Fall verliert der Euro an den internationalen Devisenmärkten proportional zur Geldschöpfung an Wert. Diese unsinnige Variante stellt indirekt eine Besteuerung aller Bürger und Unternehmen dar, ohne dass ein Vorteil für die staatlichen Haushalte entsteht. Hier wären die Nutznießer einseitig die Besitzer von Aktien, Optionen und Fremdwährungen.

Lässt man das Geld in die Realwirtschaft fließen, kommt es zwar durch erhöhte Nachfrage und engeren Arbeitsmarkt zu einer Erhöhung von Preisen und Lohnkosten, damit zu Inflation, doch diese Effekte würden sich beim obigen Volumenbeispiel im Bereich unter 2% pro Jahr bewegen. Im Gegenzug haben die demokratischen Strukturen die Chance nach 10 Jahre wieder die Kontrolle über die eigene Währung zu erlangen und sich zu entschulden.

Deutschland hätte in der Folge nicht nur Vollbeschäftigung, sondern würde Wachstum aus ökologisch ineffektiven Ländern wieder zurückholen, könnte eine halbe Million Migranten, die ca. 150.000 Arbeitsplätze nachfragen, jedes Jahr nach Deutschland holen und nebenbei den demografischen Effekt der Schrumpfung neutralisieren. Die positiven Folgen dieses Migrationsstroms nicht nur auf Deutschland, sondern auf ganz Europa und die Welt wären gewaltig und könnten eine jahrzehntelange Epoche der Prosperität auslösen, an deren Ende tatsächlich eine bessere Welt entsteht, die von der jetzigen soweit entfernt ist, wie das Deutschland des Jahres 2013 von dem des Jahres 1913 und der Kaiserzeit.



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