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Rhabarberkuchen mit Crunchy-Streuseln


Um es gleich vorweg zu schicken, mehr Fotos gibt es nicht. Die vom Vorbacken im Ofen sind nur unscharf geworden und bevor ich vom fertigen Kuchen mehr Bilder machen konnte war schon ein Teil "verschwunden".

Ursprung des Rezepts ist ein Beitrag in BBC Good Food, dessen Rezept sich an Supermarkt-Ware orientiert und entsprechende Zubereitung und Mengenangaben aufführt. Die Mengen und Zubereitung in meinen Rezepten sind für Frischware, möglichst auch noch Bio-zertifiziert und von regionalen Erzeugern, wenn nicht anders erwähnt. Und tagesfrischer Rhabarber oder wie in meinem Fall frisch geschnitten aus dem Garten, ist viel feuchter und gibt bis zu 50% Saft ab und braucht dafür Zeit. Bäckt man sofort damit einen Kuchen wird dieser total zum Sumpf. Deshalb braucht man mehr Rhabarber, kocht ihn am Vorabend kurz auf und lässt ihn über Nacht abtropfen. Den Saft kann man dann für ein Gelee oder Erdbeerkompott verwenden.

Zutaten:
  • 500 g frischer Rhabarber
  • 150 g Rohrohrzucker
     
  • 300 g Dinkelmehl 630
  • 200 g Süßrahmbutter, zimmerwarm
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 1 Tl Sonnentor Aladins Kaffeegewürz oder die entsprechende Mischung aus viel Zimt und Kardamom sowie etwas Ingwer, Piment, Nelke, Vanille und Macis
     
  • 2 Eiweiß 
  • 4 Eigelb
  • 100 g Sucanat
  • 1 Msp Vanillemark
  • 1 EL Maisstärke
  • 1 Becher Sahne (250 ml)
     
  • 250 g Crunchy Cereals, Dark Chocolate (Bohlsener Mühle) oder ähnlich
Rhabarber säubern, Enden beschneiden, faserige Teile der Haut abziehen und in daumenbreite Stücke schneiden, mit dem Rohrohrzucker zusammen in der Kasserolle erhitzt bis sich der Zucker auflöst, dann über Nacht kaltstellen und dann die Flüssigkeit abtrennen und anderweitig verwenden.

Die Zutaten für den Mürbeteig gut und gleichmäßig für mindestens 10 Minuten kneten, wer weniger Lust zum Kneten hat und schneller sein will muss Puderzucker oder sehr feinen Zucker nehmen. Das Kenten ist nicht nur fürs Vermengen notwendig, sondern vor allem damit sich der Zucker mit der Feuchte des Butters auflöst und diese Feuchtigkeit ans Mehl gibt und Bindewirkung entsteht. Gröberer Zucker oder kürzeres Kneten führt zu brüchigem und krümeligem Mürbeteig ohne Stabilität.

Teig in Klarsichtfolie oder Zip-Lock-Beutel einpacken und über Nacht im Kühlschrank reifen lassen. Die Zeit ist aus den selben Gründen nötig wie das Kneten.

Am nächsten Tag den Teig dünn ausrollen und eine gefettete 28cm-Springform damit auslegen, an der Übergangsstelle von Boden zu Wand eine leichte Verdickung (Teigschnur) einarbeiten, das verhindert ein Abbrechen des Randes beim Schneiden des fertigen Kuchens. In den Teig eine außen glatte 26cm-Silikon-Rundform stellen und mit Backbohnen oder ähnlichem beschweren. Ich habe dafür in einer alten Panettone-Dose abgelaufene getrocknete Bohnen (weiße, rote, Linsen, Mung-) gesammelt und verwende die immer wieder, das wiederholte Backen sterilisiert sie immer wieder und sie verderben nicht.

Den Backofen auf 190°C Ober/Unterhitze vorheizen.

Die Springform mit dem Mürbeteig 20 Minuten backen.

Die Eiweiß steif schlagen, in einer zweiten Schüssel Eigelb, Sucanat, Vanillemark, Maisstärke und Sahne  vermengen. Der zusätzliche Zucker ist nötig, da man den Rhabarber-Sirup anderweitig verwendet, das heißt wenn man weniger als eine Tasse Sirup bekommen hat, dann sollte man die Sucanat-Menge reduzieren weil dann noch von dem Rohrohrzucker mehr am Rhabarber haftet. Sprich halbe Tasse Sirup 1/2 Menge Sucanat, nur 2 EL Sirup und man braucht gar kein Sucanat.

Nach Ablauf der 20 Minuten die Springform aus dem Ofen nehmen. Die Bohnen in die Aufbewahrungsdose schütten (Achtung sehr heiß, deshalb Blechdose). Die Silikonform vorsichtig herauslösen und nochmal für bis zu 5 Minuten in den Backofen stellen bis der Teig sich von goldgelb zu braun färbt.

Wieder herausnehmen, den abgetropften Rhabarber (rund 300 g) auf dem Boden verteilen. Wer will oder wenn wie in meinem Fall naschende Gäste den Rhabarber dezimieren, der kann auch zusätzlich halbierte rohe Erdbeeren auf den Mürbeteigboden legen. Erst jetzt den Eischnee mit der Ei-Zucker-Sahne-Maße vorsichtig vermengen (unterheben) und über das Obst gießen. Wieder in den Ofen stellen und für weitere 25 Minuten backen.

Herausnehmen und die Crunchies vorsichtig (!!!) und gleichmäßig darüber streuen. Nicht schütten, das verletzt die dünne Haut auf dem Kuchen, die Crunchies sinken ein, werden mit Sahne und Ei verschmiert und es sieht schrecklich aus. Den Ofen auf 160°C Umluft herunterschalten und den Kuchen für weitere 20 Minuten backen.

Nimmt man den Kuchen für mehr als 5 Minuten für einen Zwischenschritt aus dem Ofen, sprich lässt man sich ablenken oder ist einfach langsam und vorsichtig, dann muss man die anschließende Backzeit verlängern und zwar um die zusätzliche Zeit. Also 9 Minuten um das Obst reinzusetzen heißt anschließend 4 Minuten mehr, demnach statt 25 eben 29 Minuten backen.

Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, herausnehmen und die Springform sofort öffnen, ein paar Minuten vor dem Umsetzen auf die Servierplatte warten. Der Kuchen kann auch warm gegessen werden. (Wie man sieht!)

In 12 Teile geschnitten hat jedes Teil rund 550 kCal. Guten Appetit!


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