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Klassiker - Kartoffelcremesuppe

Kartoffelsuppe - Photo by Alexander Vollmer

Im vergangenen Monat gab es hier wenige Kochblog-Posts, geschuldet der knappen Zeit, dem Hauptberuf, Bauarbeiten in Haus und Garten, eingefrorenen Resten (Pizza usw.) und auch einigen Einladungen und Auswärtsverköstigungen. Bei einer dieser Gelegenheiten gab es als ersten Gang eine Kartoffelcremesuppe, lecker, sehr cremig, aber fühlbar kalorienreich und mit einem pürierten Kartoffelanteil, auch wenn sie schmeckbar frisch gekocht war und nicht aus der Tüte stammte.

Da ich nicht zu den körperlich schwer arbeitenden Kalorienverbrennern zähle, achte ich auf ein maßvolles Umgehen mit Kohlehydrat und Fett beim Kochen - ohne dass der Geschmack und Genuss leidet. Das sollte doch bei einer Kartoffelcremesuppe auch möglich sein. Nebenbei reizt es mich, die ganze Zubereitung in einem Topf zu realisieren um Arbeit und Wasser beim Putzen, Energie und mehr zu sparen, ökologisch eben. Hier das Ergebnis.

Kartoffelsuppe Zutaten unbearbeitet - Photo by Alexander Vollmer

Die Zutaten für vier Portionen sieht man auf dem Foto: 1/3 festkochende Kartoffel, 2/3 mehlig kochende Kartoffel, Zwiebel, Karotte, Knoblauch und im Uhrzeigersinn die Gewürzmischung aus weißem Pfeffer, Majoran, gemahlenem Macis, Salz, dazu Rauchfleisch, weißer Port, Schmand, Petersilie.

Alle Zutaten vorschneiden, die mehlig kochenden Kartoffeln in möglichst kleine Würfel, die festkochenden in große Stücke, die Petersilie grob und separat, den Knoblauch zu den Gewürzen, vom Speck kleine Würfel schneiden, nachdem man je Portion zwei Späne mit dem Sparschäler abgehobelt hat für Dekorationszwecke,

Das lässt sich bei Bedarf vorrichten, man kann auch die nächsten ersten Zubereitungsschritte am Tag vorher erledigen und die vorgekochten Einzelteile und die rohen Zutaten über Nacht aufbewahren und dann den letzten Arbeitsschritt erst kurz vor dem Servieren ausführen, beispielsweise wenn man mehrere Gäste hat, die nicht in der Küche mitmachen (wollen/dürfen). Dann die festkochenden Kartoffeln separat kochen und trocken aufbewahren. Die Petersilie dann nicht vorschneiden.

Kartoffelsuppe Gewürze und Finish - Photo by Alexander Vollmer

Vegetarier und Fettphobiker können den Speck weglassen und stattdessen geröstete Salbeiblätter als Geschmackskontrast verwenden. Auch vom Schmand (24% Fett Sauerrahm) gibt es vegetarische Varianten. Als Soja-Allergiker kann ich fast alle leider nicht verwenden. Doch nun zur Arbeit am Herd.

Erster Schritt, die Speckwürfel auf mittlerer Hitze auslassen und leicht rösten, dann auf Küchenkrepp abtrocknen lassen und zur Seite stellen (Foto unten - links unten), im Fett die Zwiebel glasig dünsten und zum Speck geben. Restliches Fett entsorgen.

Zweiter Schritt, die kleinen Würfel der mehligkochenden Kartoffeln fünf Minuten in 4 Suppentassen Wasser mit etwas Salz (oder 2 Tassen Wasser und 2 Tassen Brühe) auf höchster Stufe kochen.

Dritter Schritt, die groben Stücke der festkochenden Kartoffel dazugeben und 15 Minuten auf mittlere Stufe köcheln lassen.

Die Gewürzmischung mit dem Port-Wein angießen und ziehen lassen (Foto unten - rechts unten). 


Letzter Schritt, der auch später durchgeführt werden kann, Gewürzmischung, Port, Schmand und 2/3 der Petersilie in die Suppe mit dem Schneebesen vorsichtig einrühren, wenn sie noch nicht dabei sind auch die vorgekochten festkochenden Kartoffeln dazugeben, damit alles sich gleichmäßig erwärmen kann. Hohe Hitzestufe der Kochplatte und regelmäßig mit dem Schneebesen umrühren und darauf achten, damit keine Kartoffelstücke am Topfboden anhaften. Fünf Minuten kochen, jetzt sollten die mehligkochenden Kartoffeln zerfallen ohne sie zu stampfen oder den Pürierstab einzusetzen.

Zimmerwarme Zwiebel und Speck (oder zerdrückten gerösteten Salbei)  in die Suppenteller verteilen, heiße Suppe darüber gießen, mit dem letzten Drittel der Petersilie und den gehobelten Speckstreifen dekorieren. Fertig. 

Guten Appetit! Ein Essen für Herbst und Winter, wärmend, aber nicht schwer, Kohlenhydrate in Maßen und mit vielen Hauptgängen kombinierbar oder mit doppelter Menge als Hauptgericht.


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