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Es werden Posts vom März, 2014 angezeigt.

Tortelloni und Käsesauce mit Kopfsalat

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Gleich vorne weg, die Zubereitung der Tortelloni wird heute nicht gezeigt. Das wird noch nachgeholt, dazu braucht es mehr Zeit, der Teig sollte wie jeder Pasta-Teig auch eine Ruhephase haben und weil das Wetter den Frühling dieses Jahr früher kommen lässt, treiben unerwünschte Wildpflanzen, Brombeeren und Quecken in meinem neuen Kräutergarten aus und beanspruchen meine Zeit. Deshalb Tortelloni aus der Convenience-Abteilung. Aber Salatsauce und Käsesauce sind frisch und individuell zusammengestellt.
Die Käsesauce: Die Menge ist für einen Beutel mit 300-400g der Tortelloni gerechnet, entsprechend auch für einen Beutel mit Trockentortelloni (für Kriegs- und andere Notzeiten). 1 kleiner Becher Schmand oder Creme fraiche mit 2 EL Riesling (oder anderer trockener Weißwein) und 1 MSp Salz langsam erhitzen und zum Köcheln bringen. 70 g jungen und milden Hartkäse in kleine Würfel schneiden und in die heiße Mischung einrühren bis er geschmolzen ist. Gouda, Leerdamer, junger Bauernkäse oder ähn…

Heidegger ist kein Zeitgenosse

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"Der Philosoph Peter Trawny hat die Schwarzen Hefte von Martin Heidegger herausgegeben, in denen sich seine antisemitischen Notizen finden. Die 1240 Seiten sind Dokumente der Niedertracht, schreibt Jürgen Kaube."
aus faz.net / Feuilleton - Martin Heideggers schwarze Hefte beweisen den Antisemitismus 
Ich frage mich, können wir einem Menschen des 19ten Jahrhunderts Antisemitismus nachträglich zum Vorwurf machen? Oder müssen wir es als zeitgenössische Grausigkeit hinnehmen wie den Kannibalismus zur Zeit der bandkeramischen Kultur? Ist Heidegger in diesem Sinne nicht nur ein Anhänger des Zeitgeistes seiner Epoche?
Sich aus der heutigen Zeit zu erheben und mit Abscheu zurückzublicken ist einfach. Gilt es nicht die Frage zu stellen, wie sich einige wenige andere seiner Mitbürger über den strukturellen Antisemitismus jener Jahre erheben konnten, was befähigte diese wenigen sich von dieser abgründigen Unsinnigkeit zu lösen und weiterzuentwickeln? Heidegger war einfach nur gewöhnlich…

Menschen in Schubladen-Haltung

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Es war zu Zeiten unserer Vorväter, als Menschen neben vielen anderen Einstufungen auch in die Schubladen der Heroen und Schurken gesteckt wurden. Aber mit dem entstehen der Epistemologie reifte auch die Sicht des Menschen, die alte und religiös bedingte Aufteilung in Gut und Böse wich der Ambivalenz, der Vielfalt, den Myriaden an Shades of Grey. Die Welt wurde nicht komplexer oder komplizierter, nur unser Wissen über sie und unser Grad an Erkenntnis. 
Dass diese Erkenntnis über die Erkenntnis, über den Mensch und sein Wesen und damit das Wesen der Welt, der Gesellschaft und des ganzen Rests schon seit dem 17. Jahrhundert besteht und stetig verfeinert und vertieft wurde, das kümmert immer noch viele Mitmenschen nicht. Das Einsortieren in wenige Kategorien, in Ja/Nein, in Entweder/Oder und ähnliche Schubladen wird fröhlich und unbekümmert gepflegt. Allem Wissen, aller Erkenntnis, allem Geist der Aufklärung entgegen.  
Schlussendlich sagt dieses Kategorisieren und Einteilen anderer Mens…

Straßburger Wurstsalat

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Ein deftiges Gericht und ein sehr altes Rezept. Diese Variante des Straßburger Wurstsalats stammt aus der familiären Überlieferung und hat deshalb ihren Ursprung im Markgräfler Land südlich von Freiburg.
Als Zutaten braucht man je zwei Teile Fleischkäse und Bauernkäse dazu je ein Teil Zwiebel, sauer eingelegte Gurken, Paprika. Alles in dünne Streifen schneiden und trocken vorsichtig vermengen. Den Paprika und die Gurken schneide ich mit dem Gemüsehobel.
Statt Fleischkäse kann man auch eine Lyoner Wurst verwenden und der Käse darf auch ein Emmentaler oder Bergkäse sein. Ich habe aber auch schon eine schmackhafte Variante mit Schinkenwurst, milder Salami und Tilsiter gemacht. Hier kann man auch mixen und mit Resten etwas leckeres zusammenstellen.
Für die Salatsauce braucht man 3 Teile eines milden Öls, vorzugsweise Rapsöl. Dazu ein Teil eines weißen Essigs, es kann auch eine Sorte mit Kräuterauszügen sein. Als Gewürz pro 100 g Wurst einen Esslöffel Schnittlauch und einen Teelöffel Dill…

Die Einkehr

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In den Kommentaren zu einem Social-Network-Post der Süddeutschen Zeitung hat ein Leser danach gefragt, was eine Einkehr ist. Ein Begriff der nicht mehr gebräuchlich ist und in Vergessenheit zu geraten scheint. Da mündliche Überlieferung in Zeiten von Wikipedia und Google immer mehr ins Hintertreffen gerät, sollte manche Wortbedeutung, Geschichte und Tradition festgehalten werden. Auch wenn manches klein und unbedeutend ist, als Nebensächlichkeit zurecht in Vergessenheit gerät, es kann der Schlüssel zum Verständnis sein, wenn zukünftige Generationen einen Blick in alte Schriften werfen.
Was hat es denn nun mit der Einkehr auf sich, wo kommt das Wort her, was bedeutet es?
Die Einkehr ist der Vorgang von einem eingeschlagenen Weg mit dem Fuhrwerk durch eine Kehre abzuweichen. Im Gegensatz zur Umkehr ist die Einkehr kein vollständiges Kehren zum Ausgangspunkt zurück, sondern zur Seite, zu einer so genannten Einkehre oder eben kurz Einkehr. Damit hat im Laufe der Zeit der Ort den Namen de…

The Dwarf Incident - #FREE_THA_ZWERG

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Die Initiative #free_tha_zwerg hat mehrere Aspekte und Ebenen der Bedeutung. Manche Aktivisten stehen für alle Belange, andere haben nur konkret einen Teilaspekt im Sinn.
Zensur ist nur ein Aspekt, der offensichtlichste. Hat Google das Recht den Anspruch auf freie Meinungsäußerung, Kunstfreiheit und andere Grundrechte mit seinem Hausrecht als Betreiber und Veranstalter einzuschränken? Derartige Fragen bedürfen der gesamtgesellschaftlichen Diskussion und bei Monopolen wie Google auch der gesetzlichen und internationalen Regelung.
Das fängt damit an, dass Google nicht gleich den ganzen Account sperren sollte, weil irgendjemand die Inhalte für anstößig hält. Es gibt keine moralischen Instanzen, gab sie nie und das Crowd-Hive-Mind ist schon gar keine. Die kulturellen Level sind vielfältig und man muss sich gegenseitig mit Respekt behandeln und sich kommunikativ über unterschiedliche Ansichten austauschen, statt mit Ablehnung und ignoranter Stille zu reagieren. Gerade soziale Netzwerke so…

Erkältungsmittel im Test - Arbeitsfähigkeit statt Heilung

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Auf SpiegelOnline ist ein Artikel zu rezeptfreien Erkältungsmitteln erschienen. Die Bewertungen sind dabei sehr kritikwürdig und aus meiner Sicht bedenklich. Sie richten sich nach dem altväterlichen Prinzip - es wirkt gut wenn es arbeitsfähig macht - ohne Rücksicht auf die längerfristigen Folgen.
"Reiß dich zusammen ...", sagte der Opa und wenn man es machte, was kam heraus? Ein zusammengerissenes Wrack, ein desolater Körper, ein kranker Mensch.
Deshalb eine kurze Auflistung meiner Meinung zu den Präparaten aus der Sicht eines Menschen, der Heilung vor Funktionsfähigkeit stellt und Gesundung vor das Verstecken von Symptomen. 
Sinupret: Verändert die Sekretion in den Nasennebenhöhlen, es bildet sich weniger zähflüssiger und mehr dünnflüssiger Nasenschleim. Dadurch ist das Aushusten und Schneuzen einfacher, deshalb durchaus nützlich. Gerade in der Nacht kann das Sekret in den Mund fließen und geschluckt werden ohne im Rachen hängen zu bleiben.
Umckaloabo: Ähnlich Sinupret, aber…