Direkt zum Hauptbereich

Avocado-Thunfisch-Timbale mit gelbe Beete


An warmen Tagen ist es kalte Küche mit erfrischenden Zutaten, die den Tag abrunden kann. Dieses Gericht erfordert zwar einige Arbeitsschritte, ist aber in keinem kompliziert und man wird durch eine leckere und vollwertige Mahlzeit belohnt.

Erster Zubereitungsschritt ist die Vinaigrette, sie wird für einen anderen Zwischenschritt benötigt und kann länger im Kühlschrank stehen. Für zwei Personen nimmt man 6 EL mildes Olivenöl oder Rapsöl, 1 EL kräftiges Olivenöl, 1 EL grüne Kräuter (saisonal war es heute Liebstöckel, Petersilie, Sauerampfer, Zwiebelrohr und Kerbel), 1 Schalotte sehr fein gehackt, 1 kleine Zehe Knoblauch gepresst, 1 Prise Salz. Alles gut vermengen und dann ein paar Drehungen schwarzen Pfeffer dazu und 2,5 EL weißen Essig. Gleichmäßig verrühren und kühl stellen.

Zweiter Schritt ist es, ein Ei hart zu kochen. Man braucht pro Person ein Viertel Ei, kann aber auch mehr nehmen, wenn es sich um hingrige Esser handelt. Dann kann man die Viertel zwischen die Beete-Scheiben legen und so bis zu 2 Eiern auf dem Teller anrichten. Dann kann auch frisch geröstetes Walnussbrot oder Baguette dazu gereicht werden. Dann wird eine Mittagsmahlzeit aus dem Salatteller. Ei-Viertel auch kalt stellen.

Thunfisch (1 kleine Dose, 140 g netto, natural im eigenen Saft) zerkleinern. Ein kleine vollreife Tomate in kleine Würfel schneiden. 1 Avocado schälen, entkernen und halbieren. Sollte sie sehr reif sein die weichen Stellen abschaben, sonst eine Hälfte in Würfel schneiden, die in die Knoblauchpresse passen und mit dieser zu Mus zerdrücken. Den Rest der Avocado in kleine Würfel schneiden. Die Avocado mit Zitronen-Saft beträufeln, damit sie sich nicht verfärbt und um dem Gericht Säure zu geben. Thunfisch und Avocadomus vermengen, 1 EL der Vinaigrette zugeben, Avocado- und Tomatenstücke vorsichtig unterheben. Mit einem Timbalenring in zwei Timbalen formen und diese an die kälteste Stelle des Kühlschrank stellen. 

150 g kleine gelbe Beete gar kochen (in Wasser ohne Salz ca. 20 Minuten), dann in kaltem Wasser abkühlen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Ebenfalls mit etwas Zitronensaft sparsam anfeuchten. Auf dem Teller im Halbkreis anrichten und mit einem bunten Pfeffer aus der Mühle würzen, ganz sparsam salzen. Statt gelbe Beete eignen sich auch Gelberüben, Mairübchen oder Petersilienwurzel. 

Blattsalat zu einem dekorativen Fächerausbreiten, die Timbale ins Zentrum stellen, Blattsalat mit Vinaigrette würzen, ein TL Vinaigrette auf die Timbale geben und darauf das Ei-Viertel.

Guten Appetit!



Beliebte Posts aus diesem Blog

Bleigießen - Orakel und Symboldeutung

Das Bleigießen ist ein jahrtausendealtes Ritual zum Wahrsagen. Es sollte Warnungen und Hilfen geben in Zeiten des Wandels. Wurde es bis zum ersten Weltkrieg gerne vor Verlobungen, vor der Emigration oder anderen Lebensentscheidungen benutzt, so ist es heute hauptsächlich ein Partyspaß an Silvester, um einen Blick aufs kommende Jahr zu werfen.

Bis ins 19. Jahrhundert war es ein billiges Wahrsageritual, gegen das die christliche Kirche keine großen Vorbehalte hatte. Das Bleigießen war preiswert, das benötigte Material fand sich früher in jedem Haushalt. Heute würde man kein Blei mehr im Haus finden und auch die fertigen Sets zum Bleigießen enthalten kein Blei mehr. Es sind meist unbedenklichere und trotzdem leicht schmelzbare Metalle wie Zinn-Legierungen.
Was brauchst Du dafür?
"Bleifiguren" - aus Gesundheitsgründen bestehen sie heute aus Zinnlegierungen
(deshalb, kein richtiges Blei verwenden, falls man noch Abfallstücke herumliegen hat - giftig!)hitzebeständiger Metall-Löffel,…

Schmand-Borschtsch vom Schwarzen Meer

Schmand-Borschtsch war das erste typische Schwarz-Meer-Rezept, das ich bei meiner Frau und ihrer Verwandschaft kennen lernte. Ein Gericht, das die Küchen Rumäniens, Russlands und der schwäbischen Herkunft der Siedler vereinte.

Aber der Borschtsch wäre nicht mehr das, was es früher einmal gewesen wäre, klagten die älteren Familienmitglieder. Das Fleisch wäre nicht mehr so, man bekäme nicht mehr die gleichen Knochen und die Rinder würden zu jung geschlachtet. Die Unterschiede und was man vermisst wurden genau beschrieben. Für mich war das der Anlass nach den Ursachen zu suchen und ein angepasstes Rezept zu entwickeln.
Der Tipp mit dem Schlachtalter und den Knochen war ein erster wesentlicher Schritt. Wurde historisch die Hochrippe mit Fleisch und Knochen verwendet, die beim älteren Rind eine ganz andere Struktur und Faserigkeit zeigt, so findet sich ein vergleichbares Fleisch heute bei Rindfleisch mit 12-20 Monaten Schlachtalter eher in der Wade. Selbst Freilandtiere aus Bio-Haltung ha…

Parmesan-Cracker

Diesmal gibt es gleich zwei Rezepte in einem. Mit dem gleichen Basis-Teig kann man sowohl die Kräuter-Ausführung als auch die Variante mit Paprika backen. Ich teile den Teig immer in zwei Teile, mache dann mit einer Hälfte die Paprika-Variante (Paprika-Menge halbiert) und mit der anderen die Kräuterkekse.
Der Grundteig hat folgende Zutaten:
250 g Dinkelmehl 630 120 g Sauerrahmbutter, zimmerwarm 140 g Parmesan, fein gerieben oder in der Moulinette zerkleinert 120 g Sauere Sahne 1/2 TL Salz 1/4 TL feingemahlener weißer Pfeffer 1/4 TL Bockshornklee, gemahlen 1/4 TL Kurkuma
Aus diesen Zutaten einen Teig kneten, eine 3 cm dicke Rolle formen, in Küchenfolie einwickeln und mindestens 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen.
Für die Paprikavariante braucht man noch 100 g Mini-Paprika. Gemüsepaprika haben eine zu dicke Wand und die Kekse sind dann nicht haltbar, vielleicht bekommt man Roma- oder Spitzpaprika mit dünner Wand, dann kann man die auch nehmen. Jedenfalls muss man sie in Streifen schne…