Himmel und Erde


"Himmel un Ääd" ist ein sehr altes und bodenständiges Gericht, es taucht in der regionalen Kücke im Westen und Nordwesten Deutschlands auf und variiert dabei die Kartoffeln und Äpfel, die in unterschiedlichen Kombinationen gewürfelt oder gestampft werden. Ich habe mich für gestampfte Kartoffeln und gewürfelte Äpfel entschieden. Und weil ich einen Drang dazu habe, die Gerichte auch optisch zu pimpen, sind es Süßkartoffeln. 

Pro Person braucht man 150 g Blutwurst (im essbaren Darm mit möglichst fein ohne Grieben), 1 festen süßen Apfel, 200 g Süßkartoffeln und 50 ml Wasser, 3 kleine (oder 1 große) Zwiebeln, 2 EL Schmand, 1 Prise Kumin, Salz, Pfeffer, 2 mal 1 EL Butter, 1 TL Bratöl, Teller mit Mehl, 1/2 TL Zitronensaft

Die Zwiebel in Ringe oder Streifen schneiden, leicht salzen und mit einem Teil der Butter langsam in einer Pfanne (wenn möglich eine gusseiserne) anrösten.

Die Süßkartoffeln in Würfel schneiden (Zuckerwürfelformat) und in einen Kochtopf schichten, das Wasser zugeben, salzen und rund 15 Minuten im geschlossenen Topf kochen lassen. Prüfen ob schon weich genug zum Stampfen, sonst noch 5 Minuten weiter kochen. Die Würfel müssen sich mit einer Gabel ohne Kraftaufwand zerdrücken lassen. Schmand zugeben und mit Kumin würzen, mit dem Kartoffelstampfer in ein stückiges Pürree zerdrücken. Kann bis zu 15 Minuten warm gestellt werden, dann muss man nachwürzen.

Die Äpfel kann man während dem die Kartoffeln kochen zubereiten. Schälen mit Zitronensaft einreiben, entkernen, in Achtel schneiden, die Achtel in drei gleich große Stücke zerteilen. In Mehl wälzen und in dem anderen TeilButter erhitzen und leicht anrösten. Kann man auch zum Wärmen auf die Seite stellen. Ich erhitze dazu den Backofen auf 60°C und stelle die Teller zum Vorwärmen rein und dann nach und nach Äpfel, Stampf und dann kommen die Zwiebel in einer Schüssel auch dazu. 

In die leere Pfanne kommt das Bratöl, die Blutwurst wird in Scheiben geschnitten, ein Finger dick oder 2 cm oder am besten die Dicke der Blutwurst durch 2 teilen, das ist dann die passende Dicke der Scheiben, aber so genau muss man es nicht nehmen, sie sollten nicht zu dünn sein, sonst zerfallen sie und man hat Mus in der Pfanne. Die Scheiben in Mehl wälzen und beidseitig anbraten. 2 bis 3 Minuten pro Seite sollten reichen wenn die Wurst zimmerwarm warm, kommt sie aus dem Kühlschrank muss man die Wurst noch mal wenden und zusätzlich bei reduzierter Hitze nachbraten. Mit schwarzemm feingemahlenem Pfeffer würzen.

Den Stampf auf die vorgewärmten Teller, darauf die Äpfel, die Blutwurst daneben und mit den gerösteten Zwiebeln dekorieren.

Guten Appetit!


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