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Kreise auf Google+


Eine der Besonderheiten von Google+ gegenüber anderen sozialen Netzwerken sind die Kreise. Kreise sind das Werkzeug, mit dem Du organisierst wem Du folgst, wessen Nachrichten Du lesen willst, wie viele oder ob vielleicht gar keine. Ja, auch das geht und kann Sinn machen, dazu später.

Es gibt auf Deiner Google+ Seite Personen am Anfang ein paar Standard-Kreise wie Freunde, Familie, Bekannte und Nur folgen. Dazu kannst Du eine fast beliebig große Anzahl von zusätzlichen Kreisen selbst anlegen. Du kannst Personen oder Seiten in einen oder mehrere Kreise gleichzeitig einsortieren.

Dabei gibt es derzeit nur ein Limit, Du kannst nicht mehr als 5000 Personen oder Seiten einkreisen. Aber jeder so eingekreiste kann in mehreren Kreisen gleichzeitig sein.

Wie organisiere ich meine Kreise?
Welche Unterschiede bei Kreisen gibt es?
Warum unterscheiden sich Kreise?


Dabei dienen die Kreise der Einteilung beider Richtungen, dem Lesen und dem Schreiben. Zu allererst entscheiden sie darüber wessen Beiträge Du in Deiner Übersicht zu sehen bekommst, in zweiter Linie kann Du damit beim Schreiben eines eigenen Beitrags entscheiden ob Du ihn, statt öffentlich lesbar zu machen, nur einigen Deiner Kreise zugänglich macht.

Beim Einteilen der Kreise solltest Du deshalb daran denken, ob es ein Kreis ist, dem Du folgst, also ein Abonnement, oder ob Du an diesen Kreis Beiträge verteilen willst.

Und Du musst niemand um Erlaubnis fragen ob Du ihn einkreisen darfst. Keine Anfrage, keine Bestätigung, Kreis auswählen, Haken setzen, fertig.

In den folgenden Beispielen bist Du Herr Blau und wir entwickeln die verschiedenen Formen des Folgens am Beispiel des Kreises Blau, den Du eingerichtet hast. Der Gegenpart ist der Einfachheit halber immer Gelb, steht aber für eine beliebige Person oder Seite. Seiten erkennt man daran, dass hier eine besondere Kreisauswahl angeboten wird, bei der Nur folgen voreingestellt ist.

Und mit diesen Seiten fangen wir an. Als Google+ Neuling wirst Du vielleicht ein paar Prominente, Firmenseiten oder von NGOs in deine Kreise aufnehmen wollen. Das wird in der Regel eine einseitige Geschichte, denn Seiten mit Tausenden oder gar Millionen Followern haben keine Chance jeden, der sie einkreist, auch zurück einzukreisen. Erinnere Dich daran, mehr als 5000 geht nicht. Sei deshalb nie sauer, wenn Dich jemand nicht zurück einkreist.

Wenn Du eine solche Seite in Deinen Nur folgen Kreis einsortierst wirst Du anschließend in deinem Stream, das ist die Seite Übersicht, Beiträge von dieser Seite lesen können. Alle Beiträge, die diese Person öffentlich schreibt kommen dann dafür in Frage. Umgekehrt kann diese Seite, bzw. der Mensch, der sie betreut, keinen Deiner Posts in seinem Stream sehen. Er müsste direkt auf Dein Profil wechseln und könnte dann auch nur Deine öffentlichen Beiträge sehen. Blau (Du) hat die Seite Gelb in den Kreis Blau einsortiert und kann die gelben Beiträge (!!!) lesen.

Blau folgt der Seite Gelb

Anders sieht die Wahrscheinlichkeit selbst eingekreist zu werden bei Leuten aus, die Du schon kennst, beispielsweise Freunde und Familie. 

Blau und Gelb haben sich gegenseitig eingekreist

In diesem Fall ist es wahrscheinlich, dass man sich gegenseitig einkreist. Jeder bekommt dann die Beiträge des anderen in den Stream sortiert und man kann sich auch gegenseitig Gruppen-Benachrichtigungen schicken, das sind Beiträge, die als Empfänger nur einen ausgewählten Kreis haben. Hat der andere einem nicht ebenfalls eingekreist, kommt diese Benachrichtigung wahrscheinlich nicht an. Die meisten Leute haben den Empfang von Benachrichtigungen auf die Personen und Seiten eingeschränkt, die sie selbst eingekreist haben. Damit vermeidet man Spam und andere unerwünschte Benachrichtigungen zu erhalten.

Blau hat Gelb eingekreist und Gelb hat Blau eingekreist, beide können sich gegenseitig lesen.

Das ist mit ein Grund, warum man nicht jeden zurück einkreisen sollte, der einem selbst einkreist. Man öffnet sich damit auch dem Empfang von Mitteilungen in den Benachrichtigungen. Und das kann schnell unübersichtlich werden.

Auch der Stream kann unübersichtlich werden, wenn man viele eingekreist hat. Deshalb bietet Google+ ein paar Einstellungen an, mit denen man die Menge der Beiträge steuern kann. 


Wählt man in der Übersicht einen bestimmten Kreis aus, sieht man am Anfang ein Feld für die Einstellungen. Dort kann man bei der Glocke ein- und ausschalten ob man von den Kreislingen Benachrichtigungen erhalten will oder nicht. Unter dem Einstellungen-Zahnrad kann man dann die Menge der Beiträge auswählen, die in den Stream sortiert werden sollen und in der Übersicht unter Allgemein angezeigt werden. Es gibt die Möglichkeiten Mehr, Standard oder Weniger. Und wenn man gar keine will, dann nimmt man den Haken bei Beiträge in der Übersicht anzeigen raus.

Blau liest Mehr von Gelb
Blau liest Standard von Gelb
Blau liest Weniger von Gelb

Ein Sonderfall ist es sicher, wenn man Beiträge in der Übersicht deaktiviert. Warum kreist man jemand ein, dessen Beiträge man nicht lesen will? Erinnerst Du dich daran, dass es Voraussetzung sein kann um Benachrichtigungen von jemand zu empfangen? Du kannst dem so eingekreisten damit die Erlaubnis erteilen Die Mitteilungen zu schicken, Beiträge zu teilen, oder Hangouts und andere Google Dienste mit Dir zu teilen. Vielleicht ist es jemand, aus Deiner Verwandtschaft, der immer nur Kätzchenbilder postet, die am Samstag der Vorwoche in den Angesagten Beiträgen waren. Oder es ist umgekehrt jemand, der einer Gruppe von Leuten angehört, denen Du regelmäßig Nachrichten schicken willst, beispielsweise in einem Verein, deren andere Beiträge Dich aber nicht interessieren. So kann man auch weniger eng verwandte Familienmitglieder informieren, Infos an Teams verteilen oder Lerngruppen mit Material und Links versorgen, ohne im Gegenzug deren Beiträge lesen zu müssen.

Man kann auch Empfänger einkreisen, die gar keinen Account bei Google+ haben, in Kreise lassen sich auch E-Mail-Adressen eintragen. Diese erhalten dann Beiträge und Benachrichtigungen an diese Adresse geschickt.

Wenn man auf der Übersichtsseite statt Allgemein diesen Kreis Blau auswählt, kannst Du dort trotzdem alle Beiträge sehen. Das gilt auch, wenn Du auf das Profil dieser Kreislinge gehst. Die Beiträge sind nicht gesperrt, sie erscheinen nur nicht in deinem Stream, deiner Übersicht Allgemein.

Gelb ist eingekreist, aber
Beiträge in der Übersicht anzeigen
ist deaktiviert

Das gleiche funktioniert natürlich auch umgekehrt. Gelb kann Dich einkreisen, darüber wirst Du auch benachrichtigt, aber Du erfährst nicht auf welche Weise Du eingekreist wurdest und in welchen Kreis. Genauso wie umgekehrt auch niemand sieht wie er von Dir eingekreist wurde. 

Standard
Mehr
Weniger
... aber eigentlich weißt Du nie
wieviel der andere von Dir liest

Gelb kann dann deine öffentlichen Beiträge lesen und nur diese. Da Du ihn nicht eingekreist hast, kann er keine Beiträge lesen, die Du nur an deine Kreise oder Erweiterten Kreise verteilt hast. Du weißt auch nicht wie viele Deiner Beiträge er in seinem Stream anzeigen lässt.

Es sei denn, derjenige wurde von jemand öffentlich sichtbar eingekreist, der zu Deinen Kreislingen gehört, denn das sind die Erweiterte Kreise. Wer dazu gehört kannst Du dir nicht direkt ansehen, Google+ bietet dazu derzeit keine Funktion an. Die Zusammensetzung kann sich auch laufend ändern, hängt es doch davon ab, wen die von Dir eingekreisten in ihre öffentlichen Kreise aufnehmen.

Du bist beim anderen zwar eingekreist, aber stumm geschaltet.
Er muss diesen Kreis in der Übersicht aufrufen
oder Dein Profil um Deine Beiträge zu sehen.

Und was ist, wenn Dich jemand in seinen Kreis aufnimmt und dieser stumm geschaltet ist, Beiträge in der Übersicht anzeigen deaktiviert ist? Das kann die gleichen Gründe haben, die Du hast um jemand in einen solchen Kreis einzusortieren. Es kann aber auch sein, er will von Dir zurück eingekreist werden und Dir dann Spam schicken. So jemand interessiert sich nicht für Deine Beiträge, und wahrscheinlich auch nicht für Dich.


Wie finde ich Leute oder Seiten zum Einkreisen?


Der erste Weg ist auf deiner Personen-Seite von Google+ in der Rubrik Vorschläge, dort werden dir mögliche Kreislinge angezeigt, von denen Google+ annimmt, dass Du sie vielleicht kennst, Dich für ihre Themen interessierst oder Google weiß, dass Du deren E-Mail-Adresse hast. Oder umgekehrt. Es können auch Personen und Seiten sein, die Kreislinge von Dir öffentlich eingekreist haben. Ganz genau lässt sich Google+ dabei nicht in die Karten schauen, damit man keinen Weg finden kann um sich in diese Auswahl einzuschmuggeln und so häufiger eingekreist zu werden.

Dort gibt es auch Rubriken für den gleichen Arbeitsplatz, Schule und Ausbildung, Wohnort und so weiter, wer da die gleichen Angaben öffentlich macht, landet in der entsprechenden Vorschlagsliste.

Der zweite Weg ist in die Angesagten Beiträge zu gehen und von dort auf die Profile interessanter Beitrags-Autoren zu wechseln. Wenn Du feststellt, dass Du schon die dritte Seite der Beiträge auf diesem Profil liest, dann solltest Du diese Beiträge abonnieren und den Autor in einen Kreis packen, den du mit entsprechender Häufigkeit liest. 

Der dritte Weg ist ähnlich, nur suchst Du nicht in den Angesagten nach interessanten Autoren, sondern in öffentlichen Communities. Die kannst Du nach dem Thema suchen, durchstöbern und Dir interessante Autoren auswählen wie bei den Angesagten.


Der vierte wäre dann die gezielte Suche nach Leuten, die zu Deiner Familie, Deinem Freundes- oder Kollegenkreis zählen. Aber von denen hast Du wahrscheinlich die E-Mail-Adresse und sie sind schon im ersten Schritt bei den Vorschlägen anhand deines GMail-Kontakte-Verzeichnisses dabei gewesen. Hier bewährt sich die Verknüpfung der verschiedenen Google Dienste. 

Der fünfte ist der langwierigste und nie endende Vorgang. Du siehst jemand einen Beitrag kommentieren und findest diesen Kommentar in irgendeiner Weise bemerkenswert, Du würdest ihm am liebsten mehr als ein Plus geben. Schau Die das Profil des Kommentators an, wenn die anderen Beiträge genauso gut, witzig spannend oder was auch immer sind, lohnt es sich denjenigen einzukreisen.

Der sechste ist der mühsamste mit der geringsten Aussicht auf viel Erfolg. Schau Dir die Profile an, derjenigen die Dich einkreisen. Ist es kein Spam- oder Bogus-Account hat derjenige Dich interessant gefunden und gleiche Interessen sind dann wahrscheinlich. Aber eben nicht garantiert.

Und dann gibt es noch das Circle-Sharing, das Teilen von Kreisen. Aber das ist ein eigenes Thema, zu dem es irgendwann einen eigenen Beitrag geben wird.

Wie finden die Leute mich auf Google+?


Wenn Du schon in anderen Sozialen Netzwerken bist, teile dort die Adresse deines Google+ Profils.

Trage Dich in einer Community ein und beteilige Dich mit Beiträgen oder Kommentaren.

Denke daran, Qualität geht über Quantität. Niemand kreist Dich ein weil Du besonders viele Beiträge schreibst, nur weil Du besonders interessante schreibst.

Du kannst Dich auch am Austauschen von Kreisen beteiligen, dem Circle-Sharing. Siehe oben.

Schick Deinen Bekannten und Verwandten eine E-Mail mit der Adresse deines Google+ Profils.

Und für das Real-World-Life, pack die Adresse auf deine Visitenkarte, Briefbogen und häng Sie an die Garderobe neben den QR-Code Deines Gäste-WLAN.

Ein großer Teil des Erfolgs des Kreise-Prinzips liegt daran, dass es im Großen und Ganzen auf Mundpropaganda beruht. Wenn Du einen guten Beitrag geschrieben hast wird er geteilt, mehr Leute erfahren von Deiner Existenz und von ausgewähltem Beitrag zu Beitrag werden es mehr. Und wenn Du in den Angesagten landest, wird es eine Lawine.

Generell wirst Du auf die gleiche Weise gefunden, wie Du andere findest und einkreist. Wer Dich einkreist hat wahrscheinliche die gleichen Gründe und Vorgehensweise, wie Du auch.

Nochmal - denke daran, Qualität geht über Quantität. Niemand kreist Dich ein weil Du besonders viele Beiträge schreibst, nur weil Du besonders interessante schreibst. Du kannst niemand zwingen Dich einzukreisen, Du kannst niemand zwingen Dich nicht einzukreisen.

Was sollte ich beachten beim Einkreisen?
Was werden umgekehrt andere bei mir beachten?


Lade ein Profilbild und ein Cover-Foto hoch. Ohne Profil-Bild bist Du ein sogenannter Bluehead, ein blauer Kopf. Das wirkt sehr anonym, unpersönlich und der Betrachter kann nicht entscheiden ob Du derjenige bist, den er sucht. Denk immer daran, Dein Name wird nicht einzigartig sein unter Milliarden Menschen. Der blaue Kopf kann auch andere Farben haben, es ist trotzdem ein Bluehead. Am Anfang von G+ gab es nur einen blauen Platzhalter für fehlende Profilbilder und seither heißen diese Platzhalter eben so.

Bluehead

Nimm ein scharfes Bild, nicht zu privat, nicht zu förmlich. Es sollte nicht aussehen wie aus dem Katalog einer Bildagentur, wie ein Stockphoto. Es sollte kein beliebiges Foto von Tieren oder Landschaften sein, wenn sie keinen speziellen Bezug zu Dir haben. Als Privatperson solltest Du auch kein Firmenlogo oder ähnliches verwenden, das könnte sogar rechtlichen Ärger zur Folge haben und die Leute könnten Dich für einen Spam-Account halten. Bei Kampagnen kannst Du aber ein entsprechendes Kampagnen-Logo als Zeichen Deiner Unterstützung als Profilbild hochladen.

Das gleiche gilt für das Cover-Foto. Lass es persönlich sein, etwas von und über deine Person aussagen. Auch wenn es nur ein von Dir geschätztes Motiv ist. Es gilt das gleiche wie beim Profilbild. Anonymität lädt nicht zum Einkreisen ein.

Umgekehrt kannst Du mit der Abwesenheit von Profilbild und Cover-Foto auch signalisieren, dass Du keinen Wert darauf legst eingekreist zu werden.

Auch die anderen öffentlichen Daten auf Deiner Profil-Seite sollten aussagekräftig und möglichst umfassend sein. Wenn Du manches nicht preisgeben willst, kein Problem, das wird respektiert. Aber Angaben, die man macht sollten entweder wahrheitsgemäß sein oder direkt als Ironie oder Satire erkennbar. Vermeide auch tmi, too-much-information, Dinge, die andere gar nicht wissen wollen. Die Farbe Deiner Unterhosen oder deine Klopapiermarke gehören hier nicht hin, außer Du bist der Charmin-Bär oder es geht um einen Fetisch und Du suchst Gleichgesinnte.

Wie verwalte ich meine Kreise?


Viele tausend Follower, wie verwaltet man die? Die verwaltest Du gar nicht, denn über die hast Du gar keine Kontrolle. Die haben Dich eingekreist, nicht Du sie. Deshalb hat Lady Gaga kein Problem mit rund 9 Millionen Followern. Um die muss sie oder ihre Agentur gar nicht kümmern. Die kümmern sich selbst um sich.

Du kümmerst Dich nur um die Kreislinge, die Du selbst in Deine Kreise einsortiert hast.



Dazu kannst du unter Personen in der Rubrik Meine Kreise deine Kreislinge nach Kreisen geordnet ansehen und bearbeiten. Sie lassen sich markieren, einzeln, zu vielen, und dann in andere Kreise kopieren oder löschen. Man kann sie auch blockieren oder auf ihr Profil wechseln.

Manchmal bekommt man beim Markieren einen Fehler angezeigt:
 XYZ verwendet Google+ noch nicht. Fügen Sie ihn zu einem Kreis hinzu oder teilen Sie Inhalte per E-Mail mit ihm.
Das bedeutet, der betreffende ist kein Google+ User. Er hat sich entweder abgemeldet, wurde von Google+ gesperrt, als Bogus- oder Spam-Account gelöscht. Oder es ist eine deiner Nur-E-Mail-Adressen, die Du für Verteilzwecke eingetragen hast. Ist letzteres der Fall bleibt der Eintrag, in den anderen Fällen lösche sie, wenn es keine Hoffnung gibt, dass der Account wieder aktiviert wird. 

Meldet sich jemand mit dem gleichen Namen neu an, so wird er nicht automatisch wieder in Deine Kreise einsortiert. Du musst denjenigen erneut einkreisen.

Und du kannst auch einen ganzen Kreis löschen. Wenn Du beim CircleSharing einen ganzen Kreis übernimmst und einige Accounts in deine anderen Kreise umsortiert hast, dann kannst Du den uninteressanten Rest aufs Mal löschen. Gib den Leuten in solchen Kreisen aber ein paar Tage Zeit. Manche posten nur einmal die Woche einen besonders guten Beitrag, haben sich darauf spezialisiert. Das Meme-Bild der Woche, den Caturday-Post oder einen Witz zum FlachenFreitag. Es gibt viele Formen und Arten wie sich User mit eigenem Content einbringen. 

Mach mit und Du wirst auch eingekreist.




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