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Es werden Posts vom April, 2015 angezeigt.

Gebeizte Hühnerbrust mit Gemüse

Ein einfaches Gericht, das man in einer dreiviertel Stunde  Gesamtzeit mit ungefähr zehn Minuten Arbeit auf dem Tisch hat.
Zuerst den Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Beize für eine Hühnerbrust anrühren aus 1 EL hitzefestem Olivenöl, 1 TL Zitronensaft, 1/3 TL Salz und 2 fein gehackten Knoblauchzehen. Hühnerbrust gründlich einreiben und den Rest der Beize zur Seite stellen.
Das Gemüse vorbereiten, ich habe mich heute für gelbe Beete und Zucchini entschieden. Eine geschmacklich und optisch optimale Kombination zu hellem Geflügelfleisch. Eine Zucchini und 150 bis 200 g Beete pro Hühnerbrust sind ausreichend. Hungrige Esser können noch Salzkartoffel als Sättigungsbeilage ergänzen. Die Beet schälen und vierteln, die Zucchini waschen, längs vierteln und in Stücke schneiden.

Wenn die Hühnerbrust in den Ofen gestellt wird und die 30 Minuten zu laufen beginne, beginnt auch die 10+10+5+5 Minuten Zubereitung des Gemüses. Zuerst die Beete auf mittlerer Hitze in etwas Oliven…

Salzfleisch im Glas

Eine alte Methode der Konservierung für private Haushalte ist das Einmachen in Gläsern. Fleisch auf diese Weise konserviert hält sich mehrere Monate. Dazu kommt noch, dass man Würzungen und Rezepte realisieren kann, die man so nicht mehr im Handel erhält. Nachdem ich jetzt nach fast sechs Monaten das letzte Glas geöffnet und den Inhalt serviert habe, kann ich sagen, dass die Haltbarkeit mindestens sechs Monate beträgt.
Das Rezept ist abgestimmt auf

2 kg Fleisch für 4 1l-Einmach-Gläser. 
Als Zutaten braucht man für die Salzbrühe oder Sole:

250 g Rohrohrzucker350 g Nitrit-Pökelsalz2 TL ganze schwarze Pfefferkörner1 TL Wacholderbeeren4 Gewürznelken4 Lorbeerblätter4 kleine Zweige Thymian
Die Gemüsegarnitur besteht aus:

2 große Karotten oder Möhren, längs und quer halbiert4 Zwiebeln, geschält und halbiert4 mal 1 TL Salz4 mal 1 TL Zucker4 Gewürznelken8 Wacholderbeeren16 Körner roter Pfeffer4 Lorbeerblätter8 Zehen KnoblauchGrüner Teil einer Lauchstange einmal quer und längs halbiert
Die Salzbr…

Mindestlohn ein Jobkiller?

In Spiegel Online wurde heute zum Thema Mindestlohn in Deutschland ein Kommentar (Müllers Memo) des Wirtschaftsjournalistikprofessors Henrik Müller veröffentlicht. 
Der Kommentar beginnt verheißungsvoll mit einer Feststellung der gegenwärtigen ökonomischen Realität: "Seit Jahresbeginn ist der Mindestlohn in Deutschland Realität - und die angekündigte ökonomische Horrorshow hat nicht stattgefunden. Die Zahl der Beschäftigten steigt weiter, immer neue Rekorde vermeldet die Bundesagentur für Arbeit." Eine unzweifelhaft zutreffende Beschreibung der Auswirkungen der Mindestlohn-Einführung. Die aber nur die halbe Wahrheit ist. Parallel dazu ist eine Abnahme der nötigen Hilfsmaßnahmen des Staates und der Kommunen zu verzeichnen. Aufstockung und Wohngeld werden seltener benötigt und nachgefragt. Die Versorgung der eigenen Bedürfnisse ist mehr Menschen aus eigener Arbeit möglich, die zuvor nur mit Transferlöhnen aus der Steuerkasse ermöglicht werden konnten.
Deshalb ist auch Henrik M…

Heribert Prantl zur Armut in Deutschland

In seinem heutigen Kommentar auf sueddeutsche.de befasst sich Heribert Prantl mit der Armut in Deutschland. Er entlarvt dabei unfreiwillig eine Sichtweise aus etablierter Position, die Teil des Problems ist und in ihrer weiten Verbreitung einer Lösung im Weg steht.
Was passiert da einem Kommentator, der welt- und lebenserfahren auf die Gesellschaft blickt und nicht merkt, dass sie nicht nur zurückblickt, sondern ihn schon umarmt hat? Prantl schreibt: Ist also dann die Not derer, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen und die samt ihren Kindern nur knapp irgendwie über die Runden kommen, keine richtige Not? An dieser Stelle verläuft sich Prantl kurz - dort wo er neben Armut auch noch die Not erwähnt und dabei den Eindruck erweckt, das wären synonyme Begriffe, es wären existentielle Weggefährten des Seins. Hier verfällt er sprachlichen Traditionen, die Unangenehmes seit langer Zeit kaschieren und verwischen.
Denn Armut ist eine Realität in Deutschland, die Not nicht. Physische, existenti…