Kräuterquark

 und Kartoffeln ... 

Wenn im Garten die grünen Kräuter füllig wachsen, Blütenstände austreiben und Gefahr laufen bitter zu werden,  dann ist es an der Zeit sie zu verbrauchen und Kräuterquark zu machen. 

Für 4 Portionen braucht man für die Quarkmischung
  • 1 Becher vollfetter Quark
  • 1 Becher Magerquark
  • halbe Packung Frischkäse
  • 1/4 Becher Schlagsahne
  • 2 gestrichene TL Salz
  • Saft einer halben Zitrone
  • weißen Pfeffer
  • 1 Spritzer Apfel-Süße oder 1/2 TL Puderzucker
die man kräftig verrührt und kühl stellt, damit sich das Salz und der Zucker gleichmäßig auflösen kann.

Dazu kommt eine halbe Tasse "Zwiebeln", die man je nach Verfügbarkeit aus
  • Schalotten
  • Lauchzwiebeln komplett mit dem grünen Rohr
  • roten Zwiebeln
zusammenstellen kann und dann noch um 
  • zwei Zehen möglichst jungen Knoblauch mit dem weißen Teil des Rohrs
ergänzt und alles klein schneidet und in die Quarkmasse unterhebt. Diese muss jetzt mindestens 15 Minuten im Kühlschrank ziehen.

In dieser Zeit kann man die Kräuter putzen und klein schneiden oder mit dem Wiegemesser hacken. Um eine schmackhafte Käutermischung zu erhalten sollte man nicht mehr als fünf und nicht weniger als drei Kräuter verwenden. Sonst wird es zu einseitig und man hat einen Petersilienquark statt eines Kräuterquarks. Umgekehrt erzeugen zu viele Kräuter einen unidentifizierbaren Geschmack, der eher Brühwürze gleicht.
  • 2 Tassen locker, fein-gehackter Kräuter
Empfehlenswert ist die Hauptmenge aus einer Auswahl von
  • Pimpinelle (wegen des Gurkenaromas, kann man auch mit einem kleingehackten Cornichon ersetzen)
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Sauerampfer, Ampfer und roter Sauerampfer
  • Kerbelblätter
  • Korianderblätter
  • Liebstöckel
  • Bärlauch
  • Zitronenmelisse
  • Portulak
  • Radieschenblätter
zusammenzustellen und zum Quark zu geben.

In kleineren Mengen als letztes Kraut kann man von diesen Kräutern zugeben, die in größeren Mengen zu dominant vorschmecken würden
  • Beifuß
  • Rukola
  • Pipicha
  • Sellerie-Blätter
  • Jiagoulan
  • Olivenkraut
  • Ysop
  • Kresse
  • Borretsch (nur 1-2 Blätter, aber bis zu 2 EL Blüten)

Kräuter, die auch zum Grillen, Räucher oder Braten dienen, sind nicht empfehlenswert. Sie sind meist öllöslich und binden ihren Geschmack nicht mit dem kalten Quark. Man kann mit diesen aber Olivenöl aromatisieren und einen Löffel in die Quarkmischung geben.
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Dill
  • Oregano
  • Majoran
Hat man alles untergerührt, lässt man es noch 5 Minuten ziehen und serviert dann.

Dazu passen Pellkartoffeln, dicke Stücke Holzofen-Graubrot, frisch gegrillte Pide, gebackene Maiskolben, roher Bleichsellerie, Dinkelwichtel (demnächst hier) und vieles mehr.

Wer ihn gehaltvoller machen will kann Schabziger Käse fein reiben und dazu geben, mehr Olivenöl unterrühren oder klein geschnittene Radieschen. Kräuterquark ist ein Basisrezept, das man für viele Zwecke weiterverwenden kann.

Guten Appetit!

Pimpinelle (Bibernelle) und Lauchzwiebel



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