Direkt zum Hauptbereich

Spargelsuppe


Eine sanft modernisierte Variante der traditionellen Spargelsuppe ist in einem der Hauptanbaugebiete dieses wunderbaren Gemüses ein Muss im Repertoire jedes ernsthaften Hobby-Kochs. Und ich habe ein Rezept zusammengestellt, bei dem man den in unserer Region preiswert erhältlichen Suppenspargel verwenden kann. Da der Spargel sowieso in Stücke geschnitten wird, kann auch Bruch dabei sein, dann ist es nur etwas aufwendiger die Stücke zu schälen.

1/2 Kilo Spargel gründlich waschen, schälen, die holzigen Enden abschneiden, die Köpfe abschneiden und separat bereit halten, die restlichen Stängel in 3-4 cm lange Stücke schneiden.

Daraus drei Partien machen: Schalen und Enden, Stängel-Stücke und Köpfe.

Ein halber Liter Wasser mit 1 TL Salz, 1 TL Zucker und 2 EL Butter in einem größeren Topf zum Kochen bringen. Die Spargelschalen und -enden 15 Minuten leicht köcheln lassen. 

Die Schalen und Enden heraussieben und in dem entstandenen Spargelfonds 250 ml Milch aufkochen lassen, dann die Spargelstängel-Stücke zugeben und 15 Minuten kochen. Die Spargelstücke und den Fonds trennen. Den Fonds auf 500 ml mit Wasser ergänzen.

Den Topf trocken reiben.

4 EL Butter im Topf zerlassen. 1 TL Kokosmehl und 1 EL Speisestärke unter Rühren im Butter erhitzen, bis sich eine leichte Färbung einstellt. Ersatzweise kann man auch einen stark gehäuften EL Dinkelmehl 630 oder Weizenmehl 405 verwenden. 

Den Spargelfonds unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen zufügen, ständig und gleichmäßig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. 

Nun gibt man die Spargelköpfe zu und bringt alles nochmal zum Kochen und lässt es dann auf niedriger Stufe 8-10 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln. Mit etwas Salz und weißem Pfeffer abschmecken.

Die Suppe vom Herd nehmen.

4 EL Sahne mit 2 Eigelb verschlagen und unter die Suppe ziehen, die Spargelstängelstücke zugeben, 2-3 Minuten ruhen lassen. Servieren.

Guten Appetit!


Beliebte Posts aus diesem Blog

Bleigießen - Orakel und Symboldeutung

Das Bleigießen ist ein jahrtausendealtes Ritual zum Wahrsagen. Es sollte Warnungen und Hilfen geben in Zeiten des Wandels. Wurde es bis zum ersten Weltkrieg gerne vor Verlobungen, vor der Emigration oder anderen Lebensentscheidungen benutzt, so ist es heute hauptsächlich ein Partyspaß an Silvester, um einen Blick aufs kommende Jahr zu werfen.

Bis ins 19. Jahrhundert war es ein billiges Wahrsageritual, gegen das die christliche Kirche keine großen Vorbehalte hatte. Das Bleigießen war preiswert, das benötigte Material fand sich früher in jedem Haushalt. Heute würde man kein Blei mehr im Haus finden und auch die fertigen Sets zum Bleigießen enthalten kein Blei mehr. Es sind meist unbedenklichere und trotzdem leicht schmelzbare Metalle wie Zinn-Legierungen.
Was brauchst Du dafür?
"Bleifiguren" - aus Gesundheitsgründen bestehen sie heute aus Zinnlegierungen
(deshalb, kein richtiges Blei verwenden, falls man noch Abfallstücke herumliegen hat - giftig!)hitzebeständiger Metall-Löffel,…

Schmand-Borschtsch vom Schwarzen Meer

Schmand-Borschtsch war das erste typische Schwarz-Meer-Rezept, das ich bei meiner Frau und ihrer Verwandschaft kennen lernte. Ein Gericht, das die Küchen Rumäniens, Russlands und der schwäbischen Herkunft der Siedler vereinte.

Aber der Borschtsch wäre nicht mehr das, was es früher einmal gewesen wäre, klagten die älteren Familienmitglieder. Das Fleisch wäre nicht mehr so, man bekäme nicht mehr die gleichen Knochen und die Rinder würden zu jung geschlachtet. Die Unterschiede und was man vermisst wurden genau beschrieben. Für mich war das der Anlass nach den Ursachen zu suchen und ein angepasstes Rezept zu entwickeln.
Der Tipp mit dem Schlachtalter und den Knochen war ein erster wesentlicher Schritt. Wurde historisch die Hochrippe mit Fleisch und Knochen verwendet, die beim älteren Rind eine ganz andere Struktur und Faserigkeit zeigt, so findet sich ein vergleichbares Fleisch heute bei Rindfleisch mit 12-20 Monaten Schlachtalter eher in der Wade. Selbst Freilandtiere aus Bio-Haltung ha…

Parmesan-Cracker

Diesmal gibt es gleich zwei Rezepte in einem. Mit dem gleichen Basis-Teig kann man sowohl die Kräuter-Ausführung als auch die Variante mit Paprika backen. Ich teile den Teig immer in zwei Teile, mache dann mit einer Hälfte die Paprika-Variante (Paprika-Menge halbiert) und mit der anderen die Kräuterkekse.
Der Grundteig hat folgende Zutaten:
250 g Dinkelmehl 630 120 g Sauerrahmbutter, zimmerwarm 140 g Parmesan, fein gerieben oder in der Moulinette zerkleinert 120 g Sauere Sahne 1/2 TL Salz 1/4 TL feingemahlener weißer Pfeffer 1/4 TL Bockshornklee, gemahlen 1/4 TL Kurkuma
Aus diesen Zutaten einen Teig kneten, eine 3 cm dicke Rolle formen, in Küchenfolie einwickeln und mindestens 1/2 Stunde in den Kühlschrank legen.
Für die Paprikavariante braucht man noch 100 g Mini-Paprika. Gemüsepaprika haben eine zu dicke Wand und die Kekse sind dann nicht haltbar, vielleicht bekommt man Roma- oder Spitzpaprika mit dünner Wand, dann kann man die auch nehmen. Jedenfalls muss man sie in Streifen schne…